Lesung mit Elisabeth Reichart und Cvetka Lipuš

Dienstag, 24. September 2019, 19:30 Uhr
Adalbert-Stifter-Institut des Landes Oberösterreich, Adalbert-Stifter-Platz 1, 4020 Linz, Österreich
Moderation: Arno Kleibel (Verleger Otto Müller Verlag)
Eintritt: frei
© Alexander Golser | Marko Lipuš

Elisabeth Reichart und Cvetka Lipuš präsentieren bei einer gemeinsamen Lesung im Stifterhaus ihre jeweils neuen Gedichtbände.


Elisabeth Reichart, geboren 1953 in Steyregg/OÖ., Studium der Geschichte und Germanistik in Salzburg und Wien, länger Auslandsaufenthalte in Japan und USA, lebt als freie Schriftstellerin in Wien.

Zum Buch „Mein Geliebter, der Wind“:
Nach „In der Mondsichel und anderen Herzgegenden“ überzeugt Elisabeth Reichart mit dem vorliegenden Gedichtband erneut als Lyrikerin. In teils wortgewaltigen, teils leisen Gedichten entwirft sie eine Poetik der Elemente und Himmelsrichtungen, der gewaltigen (auch gewaltig schönen) Natur, der Liebe und ihres Verschwindens. Ihre Sprache verzaubert, weist alle Zumutungen von sich, erhebt uns zu sich. Reichart schafft Bilder, vibrierend vor Sehnsucht, deren Schönheit durch vielfältige (nicht nur elementare) Bedrohungen in die Sprachlosigkeit aufgelöst werden. Zurück bleibt eine Poesie der Gratwanderung zwischen trügerischer Leichtigkeit und dem Abgründigen – verführerisch nach beiden Seiten.


Cvetka Lipuš, geboren 1966 in Eisenkappel. Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Slawistik in Klagenfurt. Von 1990 bis 2000, neben Maja Haderlap und Fabjan Hafner, Mitherausgeberin der Kulturzeitschrift „Mladje“. Ab 1995 in den Vereinigten Staaten, Studium der Bibliotheks- und Informationswissenschaften an der Universität Pittsburgh. Lebt seit 2009 in Salzburg. Schreibt in slowenischer Sprache.

Zum Buch „Komm, schnüren wir die Knochen“:
In ihrem neuen bildgewaltigen Gedichtband umspielt Cvetka Lipuš mit unverzagtem Humor und Selbstironie Themen der individuellen menschlichen Existenz, deren hoher Anspruch an sich selbst von fragiler Körperlichkeit und allwaltender Schwerkraft konterkariert wird. Die Grundbestandteile des menschlichen Körpers, ihre feste Verbindung, ihre irdische Verankerung lassen die Sehnsucht nach einem Aufschwingen, nach einer Sphäre außerhalb von Raum und Zeit, als schier unerfüllbar erscheinen. Und doch gilt es, der Zerfallssucht kantisch entschlossen entgegenzutreten, sich aufzurichten und sehnsuchtsvoll Frau Luna zu bitten, ihren Zopf herabzulassen…



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