Georg Trakl – „Dichtungen und Briefe“ in Radio Klassik Stephansdom

Mittwoch, 03. Februar 2021, 17:30 Uhr
radio klassik Stephansdom, Stephansplatz 4/IV/DG, 1010 Wien, Österreich
© Otto Müller Verlag

Stefanie Jeller hat Hans Weichselbaum im Trakl-Geburtshaus in Salzburg getroffen, dort ist die Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte eingerichtet. Für radio klassik erzählt Hans Weichselbaum über Georg Trakls Leben und Dichtung – und rückt manche Klischees zurecht: etwa zu Trakls problematischem Drogenkonsum und der wohl unerfüllten Liebe zu seiner Schwester.  

ZUM BUCH:
Vor mehr als 50 Jahren ist die bedeutende historisch-kritische Trakl-Ausgabe von Walther Killy und Hans Szklenar erschienen. Mittlerweile ist die zweibändige HKA vergriffen, ebenso die Taschenbuch-Ausgabe des ersten Bandes, was nicht nur bei Trakl-Freunden als Mangel empfunden wird. Vorliegende Neuausgabe der „Dichtungen und Briefe“ von Georg Trakl macht erstmals völlig unbekannte Texte des Lyrikers zugänglich, die in letzter Zeit gefunden wurden. Dazu zählen 15 Gedichte der „Sammlung Richard Buhlig“, die Marty Bax (Amsterdam) im Archiv der California State University Long Beach bei Recherchen entdeckt hat, oder das Gedicht „Hölderlin“, das von einem Wiener Antiquariat angeboten wurde. Literarische Texte, die erst nach dem Erscheinen der ersten Taschenbuchausgabe veröffentlicht worden sind, werden ebenfalls in diesen Band aufgenommen. Dass Trakl sich auch mit dem literarischen Leben seiner Zeit beschäftigt hat, wird an der Rezension eines Gedichtbandes deutlich. Ein weiterer, bisher unbekannter Brief an Adolf Loos belegt das freundschaftliche Verhältnis zu dem Wiener Architekten. Mit dieser aktuellen Überarbeitung liegt nun eine repräsentative Ausgabe vor, die das dichterische Werk und die wichtigsten Briefe des großen Lyrikers des 20. Jahrhunderts in ansprechender Form vereint.


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