Der Titel LAHEA klingt ungewöhnlich. Was hat dich an diesem Namen gereizt bzw. wie bist du darauf gekommen? Für mich war recht früh klar: Figuren in einer Welt, die in vielen Aspekten so losgelöst von...
Karin Peschka mit Anton Wildgans-Preis 2026 ausgezeichnet
© Walter Pobaschnig Unsere Autorin Karin Peschka erhält den diesjährigen „Literaturpreis der Österreichischen Industrie – Anton Wildgans“!
Der Preis (dotiert mit € 15.000,-) ist Anton Wildgans gewidmet, einem bedeutenden österreichischen Lyriker und Dramatiker (1881–1932), und wird seit 1962 jährlich von der Industriellenvereinigung vergeben. Er richtet sich an österreichische Autor:innen, deren Werk von besonderer literarischer und gesellschaftlicher Relevanz ist und zählt zu den renommiertesten Literaturpreisen Österreichs. Die Auswahl trifft eine unabhängige Jury, bestehend aus em. Univ.-Prof. Dr. Johann Holzner, Dr. Manfred Müller, Geschäftsführer der Österreichischen Gesellschaft für Literatur und Barbara Neuwirth, österreichische Schriftstellerin und Anton-Wildgans-Preisträgerin.
In der Jury-Begründung heißt es: „Die Romane und Erzählungen von Karin Peschka führen in eine Welt, die auf den ersten Blick durchaus vertraut wirkt, über kurz oder lang jedoch so ausgeleuchtet wird, dass ringsum Tiefen und Untiefen, manchmal sogar dystopische Kulissen sichtbar werden. Auch die Figuren glaubt man schon zu kennen; man meint zu durchschauen, wie sie reden, wie sie leben, wie sie ihre Beziehungen gestalten. Aber in der akribischen poetischen Überschreibung erweist sich, dass die dargestellte Welt sich keineswegs völlig deckt mit den geläufigen Charakterisierungen und Urteilen. Gewiefte literarische Manöver, die wunderbar zerstreuen und gleichzeitig ungestüm wachrütteln können.
Es ist vor allem die Sprache, die diese Bücher auszeichnet, eine Sprache, die sich oft und oft mit Andeutungen begnügt, die nie ausschweifend oder gar hochstilisiert, vielmehr ziemlich nüchtern oder auch mit feiner Ironie sich in Szene setzt, zum einen unmissverständlich, wo sonst so gern zugeschwiegen wird, zum andern versiert zurückhaltend, wo sonst viel zu viel geschwätzt wird: Eine ganz und gar eigene, selbstbewusste Stimme in der österreichischen Gegenwartsliteratur.„
Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen u. a. Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard, Christoph Ransmayr, Olga Flor, Daniel Kehlmann, Laura Freudenthaler sowie zuletzt Wolf Haas.
Die feierliche Preisverleihung findet Ende September im Haus der Industrie in Wien statt.
2027 erscheint der neue Roman von Karin Peschka im Otto Müller Verlag.