Nur die Laute der Vögel

Leseprobe

Veröffentlichung: 02/2026

ISBN: 978-3-7013-1341-9

164 Seiten, kartonierter Pappband

Preis: € 24

E-Book: € 20,99

Lieferbar

Ein modernes Eremitenbuch über einen Sommer in der Lagune von Grado

Eine Insel in der Lagune. Ein kleines Haus mit hellblauen Läden. Eine Weinlaube, Gemüsebeete, bald auch ein Stück Rasen. Der alte Fischer Matteo bringt Luca im Frühjahr auf die Insel, wo er bis zum Ende des Sommers bleiben wird. Luca muss nachdenken, zu sich kommen. Schmerzen in der Hand zwingen ihn, den Musiker, zur Pause. Auf der Insel hat er kaum Kontakt zur Außenwelt, verzichtet bewusst auf Nachrichten, rudert nur selten hinaus in die Lagune, um die Gegend zu erkunden. Hier bestimmen nur die Gezeiten den Takt der Tage. Zwei Katzen leisten ihm Gesellschaft, er sieht dem Garten beim Wachsen zu, beobachtet durch die Ferngläser der früh verstorbenen Mutter die Vogelwelt rund um die Insel. Die Stille gibt der Erinnerung Raum, und plötzlich ist da etwas Neues, Unerwartetes. Als die flirrende Hitze des Sommers den Herbststürmen weicht, ist Luca bereit, wieder aufs Festland zu fahren: Im Gepäck seine Gambe und ein wertvolles Geschenk des alten Fischers.
In weiten, ruhigen Bildern erzählt dieser Roman vom Wunsch nach Alleinsein, von einer Alltagsflucht und vom Gesundwerden in einer Landschaft zwischen Himmel und Meer.

➤ Ursula Wiegele zu Gast in „Das rote Mikro: Über ihren neuen Roman, ihre Liebe zu Italien und warum manche Charaktere immer wieder in ihren Büchern auftauchen.


Pressestimmen (Auswahl):

‚Nur die Laute der Vögel‘ erweitert das Tableau der Inselromane unserer Zeit. […] Wiegele setzt beim Einzelnen an und lotet aus, welche Potenziale das Individuum mitbringen muss, um seine kleine Welt zu retten. Damit gelingt ihr ein zärtlicher, eleganter Entwurf, wie ein wohltuender Traum während eines kurzen, intensiven Schlafes am Strand.

Björn Hayer, Neue Zürcher Zeitung in „Bücher am Sonntag“

Ein Sprachkunstwerk, das nicht aufgrund äußerlicher Spannungselemente wirkt, sondern den Fokus ins Innere einer intensiv gestalteten Bewusstseinswirklichkeit verlegt. […]

Ursula Wiegele erweist sich einmal mehr als Meisterin psychologisch-realistischer Erzählverfahren.

Arno Rußegger, Magazin Literaturhaus Wien

Viele Bücher, deren innerer Motor nicht von einem sich abspulenden Plot angetrieben ist, handeln von der Entdeckung der Langsamkeit. Das trifft auch auf „Nur die Laute der Vögel“ zu. Die Dramen dieses Romans kommen nicht wie Wellenbrecher, sondern plätschern wie die sanften Wellen der Lagune.

Alexander Peer, Die Presse Spectrum

„Ein starkes Buch über die Fragen zur Lebensmitte.“

Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten

Es ist ein stilles Buch, in dem es vor allem um innere Vorgänge geht, den Prozess einer Heilung in mehrfachem Sinn.

Radio Helsinki – Barbara Belic im Gespräch mit Ursula Wiegele – Lesung und Gespräch über ihre Liebe zu Italien und warum manche Romanfiguren immer wieder in ihren Büchern auftauchen.

Gefördert durch das Kulturamt der Stadt Graz.

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