Lesung: Karin Peschka aus „Autolyse Wien“

Dienstag, 19. November 2019, 19:00 Uhr
Café Westend | Wien Kaffeehaus, Mariahilfer Str. 128, 1070 Wien, Österreich
© Dominique Hammer

Karin Peschka liest aus ihren aktuellen Erzählungen „Autolyse Wien“. Für die Erzählung „Wiener Kindl“ aus diesem Buch wurde die Autorin mit dem BKS-Publikumspreis des Ingeborg Bachmann-Wettbewerbs 2017 ausgezeichnet.

Zum Buch:
Wien? Verloren. Wodurch und warum, ist einerlei. Nicht die Katastrophe an sich ist von Interesse, nicht die Ursachen, die dazu führten, dass Wien zur Ruine geworden ist, zur in sich verschobenen, versetzten Stadt. Der Fokus dieser kurzen bis längeren Erzählungen liegt auf dem, was sich zwischen den Trümmern noch regt. Direkt nach jener Nacht, aber auch Tage, Wochen und Monate später.
Wie geht es denen, die nicht umgekommen sind, wie überleben sie? Die Stimmungen und Momentaufnahmen erzählen von Misstrauen, Angst und Fatalität, aber auch von Hoffnung, Erinnerung, von einer Neuausrichtung. Die vieles bedeuten kann, eben auch die Hinwendung zum Sterben. Was macht die Umkehrung aus uns, wenn das Kaputte die Norm wird und das Ganze zur Ausnahme? Wenn die Bilder, die man aus alten Wochenschaufilmen oder aktueller Kriegsberichterstattung kennt, zur eigenen Heimat werden?



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