Ludwig Laher Programm Frühjahr 2019 Lieferbar

Wo nur die Wiege stand Über die Anziehungskraft früh verlassener Geburtsorte

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Kaum fünfzehn Kilometer liegen Braunau und Marktl voneinander entfernt. Gemeinsam ist beiden Orten am Inn, dass sie kurz Elternpaare mit Wickelkindern beherbergten, die Weltgeschichte machen sollten. Während Marktl versuchte, aus den ersten zwei Lebensjahren des deutschen Papstes möglichst viel Kapital zu schlagen, hadert Braunau mit seinem Schicksal, dauernd mit dem Winzling Adolf in Verbindung gebracht zu werden, der dort übers Windelfüllen doch nicht hinauskam.
Ludwig Lahers geistreicher, ebenso kurzweiliger wie vielschichtiger literarischer Essay über früh verlassene Geburtshäuser Prominenter spürt unter anderem der Frage nach, was es mit der vielbeschworenen, kaum je aber nachvollziehbar begründeten Aura solcher Schauplätze auf sich hat. Wie gehen die Kommunen mit ihnen um, wie die Gedenkinstitutionen selbst? Welche Blüten treiben merkantile und/oder politische Erwägungen? Warum ziehen bloße Windelorte überhaupt Neugierige an? Wie äußern sich die ehemaligen Windelträger selbst dazu, wenn sie es denn tun?
Von Hitler und Benedikt XVI. über Albert Einstein, Jean Paul, Robert Musil, Bert Brecht, Martin Luther, Johann Sebastian Bach, Paul Celan, Engelbert Dollfuß, Rosa Luxemburg bis hin zu Paul Klee reicht der assoziative Bogen eines Streifzuges, der wahrscheinlich Kopfschütteln, Schmunzeln und ungläubiges Staunen hervorrufen wird, aber auch zum ernsthaften Nachdenken anregen will.

Für die Arbeit an diesem Buch erhielt der Autor das Elias-Canetti-Stipendium 2018 der Stadt Wien.


Pressestimmen zum Buch (Auswahl):

„Der Autor legt einen amüsanten und informativen Streifzug von Bach bis Brecht, von Einstein bis Musil vor.“

Gerlinde Pölsler, Falter (Mai 2019)

„Manche Orte werden begeistert besucht, andere begeistert vor Abriss/Schleifen geschützt, die großen Töchter und Söhne werden verehrt und aus der Verehrung wird Gewinn gezogen … eine kritische Bestandsaufnahme.“

Christine Repolust, Welt der Frauen (Mai 2019)

„Ludwig Laher gelingt es, die lächerlichen Seiten des Phänomens ‚Geburtshaus‘ zu zeigen. Er banalisiert aber das Thema nicht. In überzeugender Reflexion geht er den starken Mythen auf den Grund, den Orte und Umstände der Geburt auslösen. ‚Wo nur die Wiege stand‘ ist ein ebenso unterhaltsamer wie informativer Essay.“

Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten (März 2019)

„Laher räsoniert, auch mit viel Schmäh, über die Anziehungskraft früh verlassener Geburtsorte, zählt viele Beispiele auf, hat gut recherchiert. Sein Essay ist anregend und guter Gesprächsstoff.“

Jürgen Kanold, Südwest Presse (Februar 2019)

„‚Wo nur die Wiege stand‘ ist ein glänzender Essay über ein so virulentes wie schwer fassbares Phänomen, das bislang kaum Spuren in Dissertationen und Fachaufsätzen hinterlassen hat. Ein Text über das Durcheinander von historischer Disneyfizierung und touristischer Kommerzialisierung.“

Wolfgang Paterno, Profil (Februar 2019)

Veröffentlichung: 02/2019
ISBN: 978-3-7013-1265-8
104 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis: € 20,00
E-Book: € 12,99

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