Marica Bodrožić Programm Frühjahr 2021 Lieferbar

Pantherzeit Vom Innenmaß der Dinge

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Auf der ORF Bestenliste im April 2021

Als im Frühling 2020 die Welt zum Stillstand kam und auch die Erde durchzuatmen schien, las Marica Bodrožić zwei Monate lang auf ihrem Balkon jeden Abend Rilkes Gedicht „Der Panther“. Wilder als alles Vergängliche, schreibt sie, der eigenen Eingesperrtheit zum Trotz, sei der Wunsch des Menschen in Freiheit zu leben. Was aber können wir tun, wenn wir gar nichts mehr tun können? Dieser hybride Text tastet die seelischen Landschaften ab, die nur ein radikaler Rückzug möglich macht. Offenbar werden dabei nicht nur die eigenen schmerzverzahnten Lebensthemen, sondern auch die daraus funkensprühende Sprache der Transzendenz. Marica Bodrožić ist schreibend den kathartischen Weg der Mystiker und Philosophen gegangen und hat, auf den geistigen Spuren u. a. von Teresa von Avila und Vladimir Jankélévich, den Eingang in ihre „innere Burg“ gefunden.
Entstanden ist dabei eine philosophische Reflexion über die Kraft der Grenze und des Schweigens, über Nähe und Liebe, über die Erfahrung von körperlichem Schmerz und die hinter dem Schmerz sprechende Syntax der Heilung. Dieser Essay ist Anrufung und Gebet, eine Feier der Langsamkeit und Genauigkeit, ein Niederknien vor der Gnade und den Verwandlungen des Lebens. Hellfühlig, rigoros, poetisch und politisch zugleich erzählt dieser Text davon, auf welche Weise jeder einzelne Mensch zählt und dass sein Wert nicht verhandelbar ist.

Der Trailer zum Buch:

Gestaltung: Peter von Felbert | Es liest Sonja Beißwenger

In der Mediathek nachhören (NOCH BIS 18.03.2021 verfügbar): Sonja Beißwenger liest in neun Folgen Auszüge aus der „Pantherzeit“ in der NDR Kultur-Sendung „Am Morgen vorgelesen“.

In der Mediathek nachhören (verfügbar bis 30.01.2021): WDR 3 präsentiert eine Lesung in zwei Teilen aus „Pantherzeit“ (16.01. und 23.01.2021) – gelesen von Sonja Beißwenger und Torben Kessler.



Reaktionen zum Buch (Auswahl):

Viele Erfahrungen mit Corona wurden zu Papier gebracht. Marica Bodrožić‘ Buch überragt diese Texte nicht nur durch ihren Umfang, sondern vor allem durch ihre analytische Kraft und ihre Denksubstanz, die aber einer poetischen Sprache nie im Weg stehen. (…) „Pantherzeit“ ist das herausragende Buch des ersten Corona-Jahres. Man muss es unbedingt lesen, will man verstehen, wie tiefgreifend der Einschnitt durch die Pandemie ist, und wenn man sich mit sich selbst konfrontieren möchte.

Cornelius Hell, Die Presse – Spectrum, 20. März 2021

Aus dem gemeinsamen Ausgeliefertsein entwickelt Bodrožić (…) eine Utopie des gegenseitigen Beistands, ein gelebtes nachbarschaftliches Miteinander, das sich zuweilen im körperkontaktlosen Umgang zeigt, und vor allem in Momenten der Aufmerksamkeit, die über die unmittelbare Hilfe hinaus gehen.

Jan Kuhlbrodt, Literatenfunk, März 2021

Man liest dieses Buch mit seinen ganzheitlichen Denkanstößen mit höchstem Gewinn. Marica Bodrožić ist überzeugt, dass gerade in dieser weltumspannenden Krise die Möglichkeit einer neuen Zukunft heraufzieht, dass wir es in der Hand haben, die Welt zu gestalten. „Pantherzeit“ wirft einen mitunter schmerzhaft genauen Blick auf unsere seelischen Landschaften und stellt uns dabei kraftvoll vor Augen, wie viel Potenzial in uns schlummert.

Anna Hartwich, NDR Kultur in „Neue Bücher“, 12. März 2021 um 12:40 Uhr

Mit ihrem langen Essay „Pantherzeit- Vom Innenmaß der Dinge“ gelingt Marica Bodrožić ein magisches Werk: Die utopische Sprache, die absolute Wahrhaftigkeit in den Sätzen, die Ingeborg Bachmann so verzweifelt gesucht und diese Suche letztlich mit ihrem Leben bezahlt hat- Marica Bodrožić erschafft sie hier scheinbar mühelos. Die „taghelle Mystik“ eines Robert Musil, die „sprachliche Struktur des Unterbewusstseins“ eines Jacques Lacan und die vollkommene Entgrenzung von Innen- und Außenwelt macht sie sicht- und greifbar. Bodrožić verschiebt die Horizontlinie der Sprache in die Unendlichkeit und kreiert mit ihrer Poetik den Absoluten Raum, in dem selbst Unsagbares sagbar wird.

Julia Wolffsohn (M.A.), Literaturwissenschaftlerin, März 2021

„Der Panther“ gilt als das Gedicht der Pandemie, seit die in Berlin lebende Dichterin Marica Bodrožić den Versen (…) jüngst ein Buch gewidmet hat.

FAZ, 3. März 2021

„Bodrožićs atmender Geist reist durch die Zeiten und Räume im ersten Jahr der Pandemie. (…) In Generationen denken – das verlangt nach einem langen Atem. Wer da ein Gefühl von Ungeduld in sich aufsteigen spürt, mag sich die Wartezeit möglicherweise mit Marica Bodrožićs hoffnungsspendendem Essay verkürzen.“

Günter Kaindlstorfer, Deutschlandfunk in „Büchermarkt“, 23. Februar 2021

Eine poetisch-philosophische Reflexion über die Krise.

Sophie Weilandt, ORF II TV in „Aktuell nach 1“ am 23. Februar 2021

Marica Bodrožić erinnert mich mit „Pantherzeit“ nicht nur daran, wie reich und spannend meine innere Welt ist – sie schafft es mit ihrem Schreiben, dass ich mich während und nach der Lektüre verwandle. Sie verbindet die Freude und das Glück ihrer Gegenwart mit ihrem tiefsten Kindheitsschmerz, zieht Verbindungen zwischen Körper und Geist, die überraschend, klug und folgerichtig sind. „Pantherzeit“ ist selbst ein I Ging, ein Buch der Wandlungen. In diesem trostlosen Spätwinter freue ich mich auf einmal auf den Frühling, aus Verzagtheit und Schwermut wird Stärke und Hoffnung. Wie macht sie das nur? Sie ist eine Magierin. Ihr Zauberstaub: die Sprache.

Regina Schilling, Programm lit/Cologne, Februar 2021

Dieses Buch ist ein Panthersprung in eine neue Zeit!

Michael Braun, Leiter Referat für Literatur der Konrad-Adenauer-Stiftung, Februar 2021

„Pantherzeit“ versetzt mich in eine Ruhe und Gelassenheit, in eine Klarheit und berührt mich gleichzeitig so stark und innerlich, dass es mir im Lesen zu einer Frieden gebenden Begleitung geworden ist. Dieses Buch spricht zum Herzen, da es vom Herzen schreibt.

Lann Hornscheidt, Februar 2021

Mit dieser Frau möchte ich befreundet sein! Sie hat so feine Sinne, beobachtet aufmerksam und genau und hat dann noch die Muße, ihre Gedanken sorgsam und geduldig aufzuschreiben.

Dilek Güngör, Schriftstellerin , Februar 2021

Um die Welt zu reparieren, müssen wir zuerst unsere Wahrnehmung von Welt reparieren und zurückfinden zu einer Sprache der Integrität, in der eine Lüge auch als Lüge benannt wird. Müssen es wagen, Schönheit, Stille und auch die Zeit wieder in den Augen-Blick zu nehmen, sie zu sehen. Wenn wir dann unser Sehen öffnen und es nicht mehr vor dem Wissen verschließen, das wir haben und nicht verneinen können, haben wir auch die Möglichkeit, unsere Gleichgültigkeit vor dem Ungerechten und Hässlichen in der Welt abzulegen, um aufzubegehren gegen ein falsches, äußerlich-veräußertes Leben. Dann könnte der eingesperrte Panther in uns endlich seine Gitterstäbe durchbrechen, seine Lungen mit dem Atem der Freiheit füllen und diese wieder als das begreifen, was sie ist: ein schönes, weil verantwortliches Leben in der Gemeinschaft von anderen freien Menschen und Lebewesen in einer Welt, auf der wir alle als Gast leben und atmen: Das könnten wir aus der Corona-Pandemie lernen und Marica Bodrožić schreibt es uns mit ihrem neuen Buch in die Seele.

Michael Scholz, Künstlerischer Leiter des Internationalen Literaturfestes „Poetische Quellen“, Februar 2021

Pantherzeit“ ist eine beeindruckende und vielschichtige Reflexion über das Essentielle in unser aller Leben. Marica Bodrožić bereist innere und äußere Räume und Landschaften. Jede Zeile spricht dabei von ihrer Wahrhaftigkeit und ehrlichen Aufrichtigkeit, ihrer Integrität und ihrer Suche nach der „Welt in der Welt in der Welt“. „Pantherzeit“ ist ein Palimpsest der Seele, eine Liturgie des Lebens.

Regina Dyck, Festival Director POETRY ON THE ROAD Internationales Literaturfestival Bremen, Jänner 2021

„Pantherzeit“ erinnert mich daran, wie wichtig es ist, radikal Gerechtigkeit einzufordern und der Welt zugleich mit großer Wärme zu begegnen. Marica Bodrožić‘ Art zu denken, zu fühlen und die richtigen Worte und Bilder miteinander zu verweben ist etwas ganz Besonderes. Immer sind Dinge dabei, die mich ganz konkret und zur richtigen Zeit ansprechen, und ich habe das Gefühl, klarer zu sehen. 

Naomi Schenck, Schriftstellerin, Jänner 2021

„Pantherzeit“ ist ein universelles, wichtiges und sehr kluges Werk, das mir mit jedem Satz geradezu aus der Seele spricht. Ein Buch zum Innehalten, Reflektieren und Festhalten. Ein heller und tröstlicher Lichtstrahl in diesen dunklen Zeiten. 

Simone Finkenwirth, Buchhändlerin & Literaturbloggerin, Jänner 2021

Während die Welt und die Nachrichten mir täglich zubrüllen: Alles liegt in Trümmern, die Welt ist aus den Fugen, kommt mit „Pantherzeit“ genau das daher, was ich erinnern sollte: Dankbarkeit, Demut, Stille. Und die Wärme und der Trost von Poesie und klugen Gedanken. Vielleicht der wahre Impfstoff gegen das Geschrei der Welt da draußen. 

Rasha Khayat, Schriftstellerin, Jänner 2021

Ihr Text überragt vieles, was bisher über die unerwartete Pandemieerfahrung zu lesen war – eine berührende Hilfe beim Sortieren der eigenen Empfindungen und Gedanken.

NDR Kultur, Dezember 2020

Marica Bodrožić gelingt es, den Lesern ihre ganz persönliche Sicht auf die Pandemie zu zeigen, sie aber gleichzeitig mit universalen Erlebnissen zu sich zu holen. Dieser Essay ist freilich noch viel mehr: Eine philosophische und hochpoetische Innenschau, die von großer Belesenheit und Klugheit zeugt. Ich denke, dieses Buch wird als Meilenstein aus allen Corona-Büchern herausragen, denn wie hier die Pandemie beschrieben wird, ist bestimmt einzigartig. Es ist ein großer Glücksfall, dass „Pantherzeit“ im Otto Müller Verlag erscheinen kann.

Christine Rechberger, Pantherzeit-Lektorin beim Otto Müller Verlag, Dezember 2020
Veröffentlichung: 02/2021
ISBN: 978-3-7013-1287-0
264 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis: € 22,00
E-Book: € 18,00

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