Marianne Jungmaier Programm Frühjahr 2024 Lieferbar

Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesens

Mit Illustrationen von Ursula Kiesling.

Mit „Gespräch unter zwei Arten“ ist eines der Gedichte dieses Bandes betitelt und es zeigt, worum es der Autorin hier geht: Mensch und Natur kommen ins Gespräch, treten in Dialog, blicken respektvoll auf ihr Gegenüber. Nie wird die Natur gezähmt oder untergeordnet, vielmehr schöpft das Ich Kraft aus den Begegnungen, aus den elementaren Erfahrungen einer Wanderung, aus den Energien des naturgegebenen Kreislaufs.
Es sind Begegnungen voller Zuneigung und Weitsicht, wenn Hände sich an Baumrinde legen und Wurzeln nachfolgen, wenn der Blick sich im lichten Grün der Blätterkrone verliert oder das lyrische Ich die Weisheit der Bäume in den Jahresringen erspürt. Im oszillierenden Raum zwischen alten Bäumen, wo sich Ruhe und Sicherheit finden, lässt es sich gut beheimatet sein.


alte Eichen sind die Punkte
in meinem Koordinatensystem
mein Zuhause

Marianne Jungmaier sind Bilder von großer Kraft und Intensität gelungen. Sie entstehen weniger aus Beobachtung und Nacherzählung, sondern aus dem magischen Austausch mit der Natur, aus dem Reflektieren über Prozesse des Werdens, Wachsens und Vergehens, aus gegenseitigem Miteinander und Umkreisen.


ZUM NACHHÖREN: Marianne Jungmaier im Gespräch mit Katharina Maurer im Radio Oberösterreich „Das literarische Duett“ (ab Minute 12)


Pressestimmen (Auswahl):

In Jungmaiers Poesie liegt eine so tief empfundene Zuneigung, ein Sehnen, so große Hoffnung, dass man sich nach der Lektüre unweigerlich die Frage stellt: Sind Pflanzen vielleicht die besseren Menschen?

Radio Ö1 in Sound Art: Lyrik heute

Als wirklicher Shootingstar der Lyrikszene gilt derzeit Marianne Jungmaier. (…) Ihre Sammlung von Naturgedichten [begeisterte] die Kritik auf Anhieb. Nachvollziehbarerweise.

Barbara Beer, KURIER

Eine Begegnung mit der Natur, die in ihrer scheinbaren Idylle und vermeintlichen Stille Erinnerungsräume offenbart. (…) Marianne Jungmaier entwirft in insgesamt 19 Gedichten eine eindrucksvolle, intime und aus der persönlichen Erfahrung heraus entstandene Naturbegegnung, die keineswegs naiv oder beschönigend daher kommt. (…) „Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesens“ hinterfragt indirekt auch die Rolle des Menschen auf der Erde und lädt dazu ein, sich mit der Natur zu verbinden und die eigene Existenz nicht ständig nach Sinn und Zweck zu hinterfragen.

Claudia Cosmo, WDR 5 „Bücher“

„Gesang eines womöglich ausgestorbenen Wesens“ [zählt] zum Virtuosesten, was die Gegenwartslyrik aufzubieten vermag.

Björn Hayer, BÜCHERmagazin

Es braucht nicht viel, um zu verstehen, dass von Marianne Jungmaier noch einiges zu erwarten sein wird.

Anton Thuswaldner, DIE FURCHE booklet

Bemerkenswerte Naturgedichte!

Christian Schacherreiter, Oberösterreichische Nachrichten

Sprachgewaltig und innig.

Sabine Weissensteiner, ORF Radio OÖ in „Das literarische Duett“

Ein grünes Elysium… Gedichte von andachtsvoller Anmut.

Chris Lauer, Tageblatt Letztebuerg
Veröffentlichung: 03/2024
ISBN: 978-3-7013-1316-7
64 Seiten, gebunden
Preis: € 24

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