Experiment Literatur: „der ganze groll. darf literatur unpolitsch sein?“ – Lesung und Diskussion mit Erwin Riess

Mittwoch, 04. März 2020, 19:30 Uhr
Alter Schl8hof Wels, Dragonerstraße 22, 4600 Wels, Österreich
Eintritt: 5€ inkl. Suppe
© Alexander Golser

Erwin Riess liest aus seinen sieben Groll-Romanen und seinen Essays im Alten Schl8hof Wels.

ZUR VERANSTALTUNG:
In einer gerechten Welt hätte Erwin Riess alle Zeit der Welt für sein Amt als Binnenschifffahrtsbeauftragter der Republik Österreich. Da wir aber in einer teilweise sehr dummen Welt leben, schreibt Riess sehr gute, sehr strenge Literatur; zuletzt „Herr Groll und die Donaupiraten“. Nicht von ungefähr hat er den „Lebens- und Vermögensberater“ Groll erfunden, die „rollende Systembremse“: Ein Mann und sein Rollstuhl ermitteln gegen neoliberale Plünderer, unbelehrbare Erben der Nazis und SUV-Fahrer, die habituell auf Behindertenparkplätzen stehen. Es wird also explizit politisch, wenn Riess, Pionier der österreichischen Independent-Living-Bewegung, im Schl8hof aus den sieben Groll-Romanen und seinen Essays liest.

Nach der Lesung wird zur intensiven Diskussion geladen – die Themen werden sich wohl aus dem Gelesenen ergeben: Mörderischer Körperkult, „behinderte“ Sexualität, „Darf und kann Literatur überhaupt unpolitisch sein?“, die Notwendigkeit einer „Partisanenexistenz“…

Der KV Waschaecht freut sich über die Kooperation mit dem OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie der Welser Initiative gegen Faschismus.


www.schlachthofwels.at


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