Alexandra Karner sagt endlich, was längst schon gesagt werden muss – witzig, klug und fast absichtslos literarisch geschliffen. Der abgründige Humor, den wir alle brauchen, um die Mietpreise und die Festspielsommer zu überleben, und ihr soziologisch und politisch so wohltuend kluger Blick erheben dieses bewusst „schiache“ Buch zum neuen Standard-Geschenk für alle, die Salzburg lieben und hassen, obwohl und weil sie es kennen.
Leseprobe
Veröffentlichung: 03/2026
ISBN: 978-3-7013-1339-6
232 Seiten, kartonierter Pappband
Preis: € 25
E-Book: € 21,99
„Endlich wieder Festspielzeit! Jedes Jahr blühe ich geradezu auf in diesen sechs Wochen im Sommer, wenn sich A-bis-Z-Prominente hier im barocken Herz der Stadt, im spitzwinkeligen goldenen Bermudadreieck zwischen Getreidegasse, Domplatz und Pferdeschwemme, die auf Hochglanz polierte Klinke in die Hand geben und ihren Status an der Spitze der Nahrungskette inklusive vorgeblicher Kultiviertheit zelebrieren, während die Welt ein bisschen den Bach runtergeht.“
(Auszug aus dem Buch)
Ein Kultbuch: feingeistiger Grant trifft urbane Milieusatire
Pastellfarbene Barockhäuser, Mozart in Dauerschleife, Festspiel-Glamour – Salzburg gibt sich gern als Schmuckkästchen. Doch wer länger als ein Wochenende bleibt, merkt schnell: Hinter der pittoresken Fassade brodelt’s. Stau statt Stadtflair, Verkehrskonzepte aus dem letzten Jahrhundert und Wohnpreise, die selbst Gutverdienende ins Schwitzen bringen. Tourist:innen schieben sich durch die Gassen, während Einheimische sich zwischen Parkplatzsuche, Pendlerfrust und Gentrifizierungswahnsinn verlieren. Willkommen in der schönsten Sackgasse der Alpen. Wie überlebt man in diesem „schiachen Salzburg“?
Das fragt sich Alexandra Karner, die auf ihrem Instagram-Account und seit 2021 in ihrer Kolumne auf dem Salzburger Blog Fräulein Flora ihre Heimatstadt zeigt. Statt PR-Gefasel und „hidden gem“-Tourismus-Blabla liefert sie den Blick einer Einheimischen mit Haltung: authentisch und ungefiltert, mal bissig-ironisch, mal melancholisch, mal mit Augenzwinkern. Wie man Salzburg überlebt zeigt die Stadt, wie sie wirklich ist: oft wunderschön, oft unerträglich, meistens beides gleichzeitig.
→ Schön und schiach: mit schwarz-weiß Fotos, die Salzburg anders zeigen!
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