Geschichte sagt: Wir waren. Wer diese beiden Worte verliert, ist einsam und ohne Trost. Christian Schacherreiter stellt uns seinen Bildungsschatz zur Verfügung, und schlägt in einer Welt ohne Wegweiser Pfeiler ein, an denen wir uns orientieren können. Am Ende seines Buches weiß ich um einen schönen Akkord mehr, wer ich bin.
Veröffentlichung: 09/2026
ISBN: 978-3-7013-1345-7
160 Seiten, kartonierter Pappband
Preis: € 24
E-Book: € 20,99
Wo alles begann: Eine Annäherung an den Sinn von Weihnachten
Die christlichen Kirchen haben im guten alten Europa schon bessere Zeiten gesehen. Die Zahl der Messbesucher:innen sinkt, die der Kirchenaustritte steigt. Konfessionelle Bindungen lösen sich auf, und wer spirituelle Bedürfnisse spürt, bedient sich oft auf dem bunten Esoterikmarkt. Aber noch ist nicht alles verloren.
Unberührt vom Bedeutungsverlust der Kirchen behauptet sich das Weihnachtsfest, der mit Abstand beliebteste Klassiker der christlichen Feierkultur. Dass die Mehrheit der Feiernden an den göttlichen Welterlöser glaubt, „empfangen vom Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria“, ist zwar unwahrscheinlich. Aber die mit dem Mythos der Christusgeburt verbundene Hoffnung auf Liebe, Harmonie und Frieden dürfte – Gott sei Dank! – ein menschliches Grundbedürfnis sein.
Wer bei Christian Schacherreiter anklopft, wird zu einem abwechslungsreichen Rundgang eingeladen. Er erklärt den theologischen Kern, die religiöse Symbolik und den historischen Wandel von Weihnachten. Er schaut in die festlichen Kochtöpfe, auf die Gabentische und in die Weihnachtsangebote der Filmbranche. Dem katholischen Erfolgsprojekt Weihnachtskrippe folgt er bis nach Lateinamerika, dem Mysterium der „unbefleckten Empfängnis“ zumindest bis Mariazell. Sachkundig, kurzweilig, humorvoll, aber auch mit Respekt vor tiefsinnigen Glaubensinhalten, die von weit herkommen.