Christian Zehnder Programm Frühjahr 2019 Lieferbar

Die verschobene Stadt

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Felix Degalier, ein etwas nachlässiger junger Mann, zieht zu seiner Mutter nach Lausanne um. Sie ist schon länger krank, und Felix würde ihr gern helfen. Er lernt von neuem Französisch und beginnt ein Medizinstudium. Zusammen mit seinem Jugendfreund vermietet er nach dem Tod der Mutter ihre herrschaftliche Wohnung an ein Anwaltspaar, das in ihm den idealen Betreuer für ihr kränkliches Kind sieht. Genau jetzt meldet sich auch Helena, eine fast schon vergessene Bekanntschaft, wieder bei ihm. Sie hält Felix einen Vortrag über „moderne Mythologie“. Zuerst kann er wenig damit anfangen. Doch bei seinen Irrungen durch die Stadt am Lac Léman, in der man den See meist nur in kleinen, zufälligen Ausschnitten erblickt, begleiten ihn Helenas Worte noch lange. Als er allein in Lausanne zurückbleibt, scheint diese Stadt der Verschiebungen zu erstarren. Doch dann trifft Felix seine frühere Kommilitonin Geneviève wieder, die Unzufriedene, die auf einmal so seltsam anspruchslos wirkt…
Christian Zehnders Roman ist eine kleine poetische Odyssee, die von Begegnungen, verschachtelten Architekturen und Missverständnissen handelt – in einer geheimnisvollen Stadt – und Seelandschaft der Gegenwart. Fast beiläufig erzählt, erschließt der Roman dem Leser eine neue Welt.


Pressestimmen zum Buch (Auswahl):

„Die spärliche Handlung, die sich in sprunghaften, unwirklichen Szenen entfaltet, dient in Zehnders Roman aber eher als Hintergrundkulisse. In Wahrheit ist es nämlich die Sprache, die hier im Mittelpunkt steht, eine verklärte und doch präzise formulierende Stimme, die sich weitestgehend dem modernen Zeitgeist entzieht. Eine Lektüre, bei der man stets eine Handbreit über dem Boden schwebt.“

Anja Dolatta, NDR Kultur in Neue Bücher (Mai 2019)

„Das Umherziehen und sich Entziehen – das sich Verschieben – prägt als zentrales Motiv Christian Zehnders drittes Buch. Das Leben eines Individuums tritt als Raum in Erscheinung, der von anderen Menschen betreten und passiert wird. Der städtische Realraum hingegen, Lausanne, führt wiederum ein Eigenleben und entpuppt sich als höchst wandelbar – so wie Zehnders Stil. Seltsam unwirkliche Passagen wechseln sich mit akribischen Beschreibungen ab; wie Traumbilder flackern einzelne Episoden und Figuren auf, um gleich darauf wieder zu verblassen. Die verschobene Stadt bleibt geheimnisvoll und nur schwer zu fassen. Aber obwohl sich der Roman herausfordernd enigmatisch präsentiert, liest er sich nie enervierend. Mal schwebend, mal zäh, aber stets unaufgeregt erzählt Zehnder von Wahl und Kontingenz, von Nähe und Distanz sowie vom Auftauchen und Verschwinden. Was fasziniert, sind die fragilen Kippmomente – sowohl inhaltlich als auch sprachlich. Geradezu beiläufig ergibt sich hier das Aussergewöhnliche und vermag so zu verzaubern.“

Jana Bersorger, Schweizer Buchjahr (April 2019)

„Mit dem Roman ‚Die verschobene Stadt‘ legt der 36-jährige Berner Slawist Christian Zehnder erneut ein Werk vor, das mit seinem ‚Retro-Ästhetizismus‘ an den Vorgänger ‚Julius‘ anknüpft. Der Sound erinnert an Stifter, Eichendorff und Peter Handke. Die Stadtarchitektur von Lausanne wird zur Seelenlandschaft.“

Alexander Sury, Der Bund (März 2019)

„Wer sich auf ein sprachliches Abenteuer einlassen will, der liest ‚Die verschobene Stadt‘! Flimmernd, durchscheinend und traumhaft.“

Gallus Frei-Tomic, Literaturblatt (Februar 2019)
Veröffentlichung: 02/2019
ISBN: 978-3-7013-1267-2
208 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
Preis: € 22,00
E-Book: € 17,99