All These Pretty Girls

Cover "All These Pretty Girls" von Evelyn Bubich

Veröffentlichung: 10/2026

ISBN: 978-3-7013-1347-1

160 Seiten, kartonierter Pappband

Preis: € 24

E-Book: € 20,99

Noch nicht lieferbar

Was bleibt, wenn niemand hinsieht?

Am Rand eines Waldes zieht eine Frau in ein verlassenes Haus. Zwischen bröckelnden Mauern und vergessenen Gegenständen stößt sie auf die Spuren der früheren Bewohnerin Jozsefa und auf Elisabeth, die Jahrzehnte zuvor gestorben ist. Was damals geschah, lässt sich nur bruchstückhaft rekonstruieren. Das Haus gibt seine Erinnerungen nur zögerlich preis.

Eines Tages steht Yulia vor der Tür, eine Jugendliche auf der Flucht aus ihrem Zuhause, und die Gegenwart verschränkt sich noch enger mit der Vergangenheit. Nach und nach verweben sich ihre Erfahrungen mit jenen anderer Frauen zu einem Geflecht aus Gewalt, Verschweigen und Überleben. Jozsefa, Elisabeth, Yulia, Maria und Ana – auch das, was ihnen widerfährt, ereignet sich im engsten Umfeld, im scheinbar Vertrauten.

Immer wieder kehrt der Roman zur eindringlichen Du- Erzählung zurück und folgt den Mustern männlicher Gewalt gegen Frauen* und Mädchen*. Ausgehend von realen Geschehnissen entfaltet sich eine radikale, poetisch verdichtete und fragmentarisch erzählte Auseinandersetzung mit den patriarchalen Strukturen, die tief in unsere Gesellschaft eingeschrieben sind und über Generationen fortwirken. Dabei richtet er den Blick nicht nur auf individuelle Traumata, sondern auch auf kollektive Verantwortung.

All These Pretty Girls ist ein Roman, der verstört, berührt und Mut machen soll, nicht länger zu schweigen.

Ein Buch, dessen Aktualität einen erschaudern lässt und zum Nachdenken bewegt. Seine dunkle und poetische Sprache durchbricht den Panzer der Stille, die die Gewalt an Frauen und Mädchen in Vergessen hüllen möchte. Als Lektüre gehört es in jede Schulklasse. Als eindringliche Mahnung gehört es mitten unter uns.

Marko Dinić

Dieser Roman von Evelyn Bubich ist eine poetischdüstere Annäherung an Gewalt, Erinnerung und Körperlichkeit. Zwischen Märchenfragmenten und schonungsloser Realität entwirft die Autorin einen Text von großer Intensität und sprachlicher Eigenständigkeit.

Sophie Reyer

Beim Lesen dieses Buches hört man förmlich die bleierne Stille, die sexualisierter Gewalt folgt. Evelyn Bubich schert sich dabei wenig um erzählerische Konventionen, was ihren Debütroman herausragend macht. Sie trägt sorgfältig Schicht um Schicht dieses Schweigens ab, an welchem ganze Gesellschaften zugrunde gehen.

Michael Stavarić

Ein Funkeln in der Dunkelheit, das ist Evelyn Bubichs Sprache, hoffnungsgebende Poesie in einer zwingenden Geschichte; eine wunder- wie grausame Verschlüsselung, eine verlockende Brüchigkeit, die tief bewegt.

Isabella Feimer