Mario Schlembach präsentiert um 20:00 Uhr seinen Debütroman "Dichtersgattin" bei der 11. Großen Kiesauer Literaturnacht in Lübeck (D)

25.02.2017

Mario Schlembach präsentiert seinen Debütroman "Dichtersgattin" bei der 11. Großen Kiesauer Literaturnacht in Lübeck (D).

 

 

Samstag, 25. Februar 2017, 20:00 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)

11. Große Kiesau Literaturnacht 2017

 

Mario Schlembach liest in der Engelsgrube 32

Haus 8 bei Gudrun Wendland und Joachim Berg

Erdgeschoss im Ganghaus über eine Treppe

 

Beginn: zeitgleich in 18 Häusern, verteilt über die Altstadt-Insel der Hansestadt Lübeck

 

Motto: Wie wollen wir leben?

 

Die Karten (€ 15,-) können in der Lübecker Innenstadt in 2 Buchläden zu üblichen Geschäftszeiten erworben werden - der Kartenvorverkauf beginnt am 28. Januar 2017 ab 10 Uhr:

  • Buchhandlung Langenkamp, Beckergrube 19, 23552 Lübeck
  • Buchhandlung maKULaTUR, Hüxstraße 87, 23552 Lübeck

 

anschließend …
Essen, Trinken, Feiern und Klönen
mit Schauspielern, Musikern und Autoren
in der historischen Schiffergesellschaft
Breite Straße 2, 23552 Lübeck
ab 21.30 Uhr

 

 

ZUM BUCH:

 

 

Ein Roman über unerfüllte Lebenssehnsüchte, der in einem gewitzten Sprachakt die österreichische Kulturgeschichte satirisch durchleuchtet, und eine Hommage an die oftmals im Schatten gebliebenen Stimmen der Literatur.

 

Um ihren Mann Hubert zum größten Dichter seiner Zeit zu machen, hat Hedwig alles geopfert. Sie hat Hubert aus der tiefsten Provinz „gerettet“ und in die hohe Wiener Kulturgesellschaft eingeführt, doch seit jeher verweigert er ihr sein „Opus Magnum“.
Als sie wie immer die Biennale in Venedig besuchen und den Österreich Pavillon betreten, da erregt sich Hedwig dermaßen über das dort gezeigte „Nichts“, dass all ihr Frust und ihre Wut ausbricht. In einem polyphonen Monolog berichtet sie von ihrem Leben, ihren Sehnsüchten, ihrer Liebe zum Burgtheater sowie der Verweigerung ihres Mannes, der sich lieber manisch mit dem österreichischen Bestattungswesen auseinandersetzt, als sie zu einer zweiten Alma Mahler zu machen und liefert dabei einen tiefen Einblick in die österreichische Seele und Kulturlandschaft des letzten Jahrhunderts. Hedwig redet sich in einen Wahn, während Hubert an ihrer Seite immer mehr verstummt und mit jedem Wort langsam zu verschwinden scheint.


Kurz gesagt: Was, wenn Thomas Bernhard nichts veröffentlicht und seine „Tante“ geheiratet hätte? Oder Franz Werfel seiner Alma Mahler kein Werk geschenkt hätte? Oder ...

 

ca. 230 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: März 2017

 

 

 

 

MARIO SCHLEMBACH,


geboren 1985, aufgewachsen neben dem Lagerfriedhof Sommerein (Niederösterreich), als Bauernsohn auf einem Aussiedlerhof. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Autorschaft und Thomas Bernhard. Arbeitete u.a. als Bestattungshelfer, Buchhalter, Lokalreporter, Postler, Texter und Totengräber.

 

Seit 2012 lebt er als freischaffender Künstler und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Einladung zu den Werkstatttagen des Burgtheaters (2012), Dramatik-Stipendium des BMUKK (2013), Paliano-Stipendium des Landes NÖ (2015), Reisestipendium des Bundeskanzleramts (2016). Er inszeniert seine Texte auf verschiedenen Bühnen und durch verschiedene Medien u.a.: Der Totengräber des STALAG XVII A (2012, multimediales Theaterstück), Into the landscape/Poetry (2013, Ausstellungskatalog/Performance), Nekrolog eines Wahrspielers (2013, Doku-Fiction), Stiche eines Totengräbers (2014, Performance).

 

 

(c) Reinhard Werner