Mario Schlembach liest um 14:30 Uhr im Österreich-Kaffeehaus des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels auf der Leipziger Buchmesse (Halle 4) aus seinem neuen Roman "Nebel"

18.03.2018

Mario Schlembach liest um 14:30 Uhr im Österreich-Kaffeehaus des Hauptverbandes des Österreichischen Buchhandels auf der Leipziger Buchmesse (Halle 4) aus seinem neuen Roman "Nebel"

 

 

Sonntag, 18. März 2018, 14:30 Uhr

Leipziger Buchmesse 2018

Österreich-Kaffeehaus (Halle 4)

 

 

 

ZUM BUCH,

 

 

"Vater verstorben. Beerdigung in drei Tagen."

 

Die Nachricht vom Tod seines Vaters führt einen jungen Mann zurück an den Ort seiner Herkunft. Ohne Mutter aufgewachsen, hat er viele Stunden am Friedhof verbracht und den Vater bei seiner Arbeit als Totengräber beobachtet. Jetzt schaufelt er ihm sein Grab und tritt seine Nachfolge an.

Als er nach dem Begräbnis des Vaters neben einer jungen Frau, die er nicht zu kennen glaubt, aufwacht, wird er immer tiefer in seine eigene Geschichte hineingezogen, die in der Dunkelheit des Vergangenen und scheinbar Vergessenen liegt. Welches schreckliche Ereignis hat ihn damals flüchten und alles Geschehene aus dem Erinnern verbannen lassen?

 

"Bei jedem Nachlassen der Spannung, in dem Moment, an dem sich die Erde von der Schaufel trennt, entsteht dieses seltsame Gefühl von Glück."


In einem mitreißenden Gedankenstrom wird die Geschichte eines jungen Totengräbers erzählt, dessen Welterleben vom Tod als undurchdringlichem Nebel verschleiert wird. So scheint es ihm unmöglich, sich bedenkenlos dem Leben entgegenzuwerfen. Der Leser begleitet ihn in jeder Passage seines Denkens und Arbeitens und taucht unmittelbar in den Sog des Erlebten ein. Vergangenes, Gegenwärtiges und Traumgeschehen lösen sich zu einem einzigen Akt des Erinnerns auf, der die Geschichte zu überschreiben beginnt. Überwindet der junge Totengräber seinen ausschließlichen Blick zum Tod hin oder bleibt ihm das Leben unerreichbarer Sehnsuchtsort?

 

"Nebel" ist eine Parabel auf das Leben und die ihm eingeschriebene Trauer.

 

 

MARIO SCHLEMBACH,

geboren 1985, aufgewachsen neben dem Lagerfriedhof Sommerein (Niederösterreich), als Bauernsohn auf einem Aussiedlerhof. Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie Philosophie und Vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Theorien der Autorschaft und Thomas Bernhard. Arbeitete u.a. als Bestattungshelfer, Buchhalter, Lokalreporter, Postler, Texter und Totengräber.

 

Seit 2012 lebt er als freischaffender Künstler und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Einladung zu den Werkstatttagen des Burgtheaters (2012), Dramatik-Stipendium des BMUKK (2013), Paliano-Stipendium des Landes NÖ (2015), Reisestipendium des Bundeskanzleramts (2016). Er inszeniert seine Texte auf verschiedenen Bühnen und durch verschiedene Medien u.a.: Der Totengräber des STALAG XVII A (2012, multimediales Theaterstück), Into the landscape/Poetry (2013, Ausstellungskatalog/Performance), Nekrolog eines Wahrspielers (2013, Doku-Fiction), Stiche eines Totengräbers (2014, Performance).