Ludwig Hartinger liest aus seinem dichterischen Tagebuch "Schatten säumen" im Rahmen der Chengdu International Poetry Week in China

11.10.2018

Ludwig Hartinger liest aus seinem dichterischen Tagebuch "Schatten säumen" im Rahmen der Chengdu International Poetry Week in China

 

 

 

11.-15. Oktober 2018

Chengdu International Poetry Week

Du Fu’s Thatched Cottage Museum and other places in Chengdu

 

 

 

ZUM BUCH:

 

"Wortlaut der Stille" lesen wir in diesen Gedichten, der Fortsetzung des "dichterischen Tagebuchs", das der Wortlandstreicher, seit Beginn des Jahrhunderts, gleichwo gleichwann mitschreibend, führt ...

Laut werden darin freilich keine Botschaften, Befindlichkeiten. Vielmehr folgen wir lesenderweise dem Anklang und Aufschein von Dingen, Gesten, Gesichtern – auch eines Ortes, der Gegend, Natur; von Ahnungen, Schmerz und "den gezeiten unserer nähe". Ein Nachsinnen von Geschautem, Gelebtem, Geträumtem geht auf in bildgestimmten, wortscharf gesäumten Sprachbildern, subtil wie verwegen ... "pantomimen des unsagbaren", ein verschwiegenes Kalendarium des Lichts, das den Dingen ihren Rand gibt und der Schatten, die deren Vielfalt zeigen, bergen. Da "kristalliert der ort", dort "wandert ein echo in dir" und "das herz ist ein nomade / folgt immer seinen spuren", wir entziffern "luftschrift der schwelle" – "momente sind es / fremdnah wie nahfremd / und immer leibeigen" ...

 

Mitgehend erschließt sich den Lesenden dieses Diariums ein geatmetes Itinerar des Unvorhersehbaren, das dem Wiederkennen Dauer verleiht. "auf wellenkämmen schärfen / wir unsere wendungen" ...

 

 

Erscheinungstermin: März 2018

 

 

 

 

LUDWIG HARTINGER,

geboren 1952 in Saalfelden am Steinernen Meer. Matura BEA ebendort; danach Auslandsaufenthalte. Seit 1985 Lektor bei verschiedenen Verlagen. Herausgeber der Reihe „RanitzDrucke“ in der Edition Thanhäuser, Ottensheim. Veröffentlicht Essays und Gedichte in slowenischer und deutscher Sprache (Ostrina bilk, Ljubljana 2007; Die Schärfe des Halms, dicht.  Tagebuch 2001 – 2012, Ed. Thanhäuser, 2012; anderwort/anderlicht, 2013; Vom Verlauf des Blicks, 2013) sowie Übersetzungen aus dem Slowenischen (u.a. Srečko Kosovel, Tomaž Šalamun, Aleš Debeljak, Aleš Šteger, Maja Vidmar) und Französischen (u.a. Pierre Reverdy, Fiston Mwanza Mijula). Lebt in Salzburg und zeitweise auf dem Karst.