Karl-Markus Gauß präsentiert sein neues Buch "Die Bibliothekarinnen von Renens - Reden" im Gespräch mit Manfred Müller in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in Wien

13.09.2018

Karl-Markus Gauß präsentiert sein neues Buch "Die Bibliothekarinnen von Renens - Reden" im Gespräch mit Manfred Müller in der Österreichischen Gesellschaft für Literatur in Wien

 

 

Donnerstag, 13. September 2018

Österreichische Gesellschaft für Literatur

Herrengasse 5

1010 Wien

 

Moderation: Manfred Müller

 

 

Karl-Markus Gauß,

1954 in Salzburg geboren, wo er heute als Schriftsteller und langjähriger Herausgeber der Zeitschrift „Literatur und Kritik“ lebt. Er hat mehr als 25 Bücher veröffentlicht, die mit namhaften Literaturpreisen, zuletzt mit dem „Jean-Améry-Preis für europäische Essayistik“ (2018) ausgezeichnet wurden. 2014 erschien bei Otto Müller seine Sammlung mit kleiner Prosa, „Lob der Sprache, Glück des Schreibens“; 2017 kam der von Werner Michler, Klemens Renoldner und Norbert Christian Wolf edierte Band mit wissenschaftlichen Studien heraus, „Von der Produktivkraft des Eigensinns. Die Literaturen des Karl-Markus Gauß“.

 

Foto: Kurt Kaindl

 

 

 

 

 

 

DIE BIBLIOTHEKARINNEN VON RENENS - REDEN

Reden werden geschrieben, um vor Publikum vorgetragen zu werden. Nur wenn sie etwas taugen, halten sie auch der nachträglichen Lektüre stand. Karl-Markus Gauß, der „Solitär der österreichischen Literatur“ (Ulrich Weinzierl), ist in den letzten Jahren oftmals eingeladen worden, um Literatur- oder Musikfestivals mit Festreden zu eröffnen oder anlässlich von Jahrestagen, Jubiläen, Gedenkveranstaltungen öffentlich Wort zu ergreifen. Seine Reden haben Aufsehen erregt, gerade weil sie gegen Konventionen des Genres verstoßen: Denn hier tritt ein Redner zugleich als geradezu grüblerischer und als kämpferischer Geist an, der wie kein anderer zu verbinden weiß, was gemeinhin nicht zusammenpasst: Nachdenklichkeit und Streitlust, die Freude an der historischen Abschweifung wie der zur polemischen Zuspitzung. Seine Reden gelten als anregend, spannend, ja sogar als unterhaltsam; dabei sind sie in dem Reichtum an Gedanken, ungewöhnlichen Thesen, an kaum bekannten historischen und kulturellen Bezügen, den sie ausbreiten, so anspruchsvoll, als wären sie für die langsame Lektüre verfasst worden. Die Reden von Gauß sind kein anlassbezogenes Nebenprodukt seines Schreibens, allesamt kommen sie, für den mündlichen Vortrag verfasst, aus der Mitte seines schriftstellerischen Werks, dessen „dialogische Struktur“ vielfach beschrieben und gerühmt wurde.

 

 

175 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: 6. März 2018