Karin Peschka und Leopold Federmair präsentieren ihre neuen Bücher um 19:30 Uhr im Stifterhaus in Linz

26.09.2017

Karin Peschka und Leopold Federmair präsentieren ihre neuen Bücher um 19:30 Uhr im Stifterhaus in Linz

 

 

Dienstag, 26. September 2017, 19:30 Uhr

StifterHaus

Adalbert-Stifter-Platz 1

4020 Linz

 

 

DIE BÜCHER:

 

"Autolyse Wien - Erzählungen vom Ende" von Karin Peschka

 

„Karin Peschka ist die vielleicht aufregendste, ganz sicher aber unwahrscheinlichste und effektivste literarische Newcomerin der letzten Jahre.“ (Klaus Nüchtern, FALTER)

 

Wien? Verloren. Wodurch und warum, ist einerlei. Nicht die Katastrophe an sich ist von Interesse, nicht die Ursachen, die dazu führten, dass Wien zur Ruine geworden ist, zur in sich verschobenen, versetzten Stadt. Der Fokus dieser kurzen bis längeren Erzählungen liegt auf dem, was sich zwischen den Trümmern noch regt. Direkt nach jener Nacht, aber auch Tage, Wochen und Monate später.
Wie geht es denen, die nicht umgekommen sind, wie überleben sie? Die Stimmungen und Momentaufnahmen erzählen von Misstrauen, Angst und Fatalität, aber auch von Hoffnung, Erinnerung, von einer Neuausrichtung. Die vieles bedeuten kann, eben auch die Hinwendung zum Sterben. Was macht die Umkehrung aus uns, wenn das Kaputte die Norm wird und das Ganze zur Ausnahme? Wenn die Bilder, die man aus alten Wochenschaufilmen oder aktueller Kriegsberichterstattung kennt, zur eigenen Heimat werden?

 

Einmal nur. Stand er zögernd geschlagene zwei Stunden still. Wütete es in ihm, das Für, das Wider, das innere Abwägen, ob er das Ding in der Hand hineinschleudern sollte in dieses einzig heil gebliebene Schaufenster, sah gar nicht, was dahinter lag, sah nur das Ganze, die Fläche und den Spiegel, und davor liegend unzählige Gegenstände, die man hätte hineinschleudern können. Die von anderen fallengelassen worden waren, um dieses letzte Heile zu verschonen.

 

 

Erscheinungstermin: August 2017

 

 

 

 

"Monden - Der Wellen Schatten" von Leopold Federmair

 

 

„Es könnte einem schwindlig werden angesichts der auseinanderstrebenden Ansprüche, die inhaltlich auf einen Nenner gebracht werden sollen. Doch Federmairs Sprache hält diesen Ansprüchen souverän stand. Sie bleibt, bei aller Reflektiertheit, den Einzelheiten zugewandt. Sie ist sinnlich, genau, einfühlsam. (Gerhard Melzer, NZZ)

 

Der Winter rückt näher, das Geld wird knapp. Marie, die androgyne Heldin von Federmairs neuem Roman, findet in einem Haus am Rand einer großen Stadt Unterschlupf. Nach einer wahren Begebenheit erzählt der Autor wie seine Protagonistin als Schattenexistenz im Monden-Haus unbemerkt im Schrank des Besitzers überwintert, um danach langsam wieder aufzublühen – das liest sich in einer Fülle von feinsinnig beschriebenen Szenen als Entdeckungsreise ins eigene Innere und in die labyrinthischen Netze einer zwischenmenschlichen Beziehung, die ohne Worte auskommen muss. Als Krankenschwester in den Alltag zurückgekehrt, erzählt sie ihre Geschichte einem rekonvaleszenten Schriftsteller. Und sie überlässt ihm unauffällig ihr Notizbuch, das ihre Vorgeschichte in poetischen Fragmenten andeutet. Der Schriftsteller nimmt die Herausforderung an, dies alles zu einem Ganzen zu fügen und darin wellengleich Maries – und unser aller – Fragilität zu spiegeln.

 

 

Erscheinungstermin: August 2017