Buchvorstellung und Interview: Karin Peschkas "Autolyse Wien - Erzählungen vom Ende" im Radio Ö1 Morgenjournal um 7:00 Uhr

18.08.2017

Buchvorstellung und Interview: Karin Peschkas "Autolyse Wien - Erzählungen vom Ende" im Radio Ö1 Morgenjournal um 7:00 Uhr

 

 

Freitag, 18. August 2017, 7:00 Uhr

Radio Ö1

Morgenjournal

 

 

ZUM BUCH:

 

 

„Karin Peschka ist die vielleicht aufregendste, ganz sicher aber unwahrscheinlichste und effektivste literarische Newcomerin der letzten Jahre.“ (Klaus Nüchtern, FALTER)

 

Wien? Verloren. Wodurch und warum, ist einerlei. Nicht die Katastrophe an sich ist von Interesse, nicht die Ursachen, die dazu führten, dass Wien zur Ruine geworden ist, zur in sich verschobenen, versetzten Stadt. Der Fokus dieser kurzen bis längeren Erzählungen liegt auf dem, was sich zwischen den Trümmern noch regt. Direkt nach jener Nacht, aber auch Tage, Wochen und Monate später.
Wie geht es denen, die nicht umgekommen sind, wie überleben sie? Die Stimmungen und Momentaufnahmen erzählen von Misstrauen, Angst und Fatalität, aber auch von Hoffnung, Erinnerung, von einer Neuausrichtung. Die vieles bedeuten kann, eben auch die Hinwendung zum Sterben. Was macht die Umkehrung aus uns, wenn das Kaputte die Norm wird und das Ganze zur Ausnahme? Wenn die Bilder, die man aus alten Wochenschaufilmen oder aktueller Kriegsberichterstattung kennt, zur eigenen Heimat werden?

 

Einmal nur. Stand er zögernd geschlagene zwei Stunden still. Wütete es in ihm, das Für, das Wider, das innere Abwägen, ob er das Ding in der Hand hineinschleudern sollte in dieses einzig heil gebliebene Schaufenster, sah gar nicht, was dahinter lag, sah nur das Ganze, die Fläche und den Spiegel, und davor liegend unzählige Gegenstände, die man hätte hineinschleudern können. Die von anderen fallengelassen worden waren, um dieses letzte Heile zu verschonen.

 

 

Erscheinungstermin: August 2017

 

 

 

 

KARIN PESCHKA,

 

geboren 1967, aufgewachsen in Eferding, Oberösterreich, als Wirtstochter. Besuchte die Sozialakademie Linz und lebt seit 2000 in Wien. Arbeitete u.a. mit alkoholkranken Menschen und mit arbeitslosen Jugendlichen, aber auch mehrere Jahre im Bereich Onlineredaktion und Projektorganisation. Karin Peschka publizierte in diversen Anthologien sowie diversen Literaturzeitschriften und schrieb Kolumnen für oe1.ORF.at.
Kunstbuch Sterntaler (mit Michael Hedwig) 2008. Zahlreiche Auszeichnungen für ihren Debütroman Watschenmann (2014): Wartholz Literaturpreis 2013, FLORIANA Literaturpreis 2014 und ALPHA-Literaturpreis 2015. Für FanniPold erhielt sie das Elias Canetti-Stipendium 2015
und 2016, für Autolyse Wien das Adalbert-Stifter-Stipendium 2016.