Müller, Christian Lorenz

Ziegelbrennen

ISBN: 978-3-7013-1262-7

Preis: € 25,- (E-Book: € 20,99)

 

ORF BESTENLISTE im Dezember 2018

 

 

"Der Hinweis auf die grandiose Sprache des Autors darf auf keinen Fall fehlen. Der Autor verfügt über eine Wortgewalt und ein Einfühlungsvermögen in die Protagonisten, die ihresgleichen suchen. Allein schon seine bildhafte, zuweilen fast poetische Sprache lohnt die Lektüre." (Aldo Fasel, Freiburger Nachrichten)

 

"Warum eigentlich Raimund?", fragt sich Rosmarinka mit beinahe neunzig Jahren. Die gebürtige Kroatin hätte wohl ihr ganzes Leben in ihrem Heimatdorf verbracht, wäre sie als junges Mädchen nicht ausgerechnet an den Donauschwaben Raimund Quendler geraten. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs bedrängen Titos Partisanen den Hof der Quendlers, und so flieht die Familie nach Österreich, wo ein Neuanfang nur unter großen Entbehrungen gelingt. Rosmarinkas Sohn Anton soll es einmal besser haben und Priester werden, aber er bricht das Studium ab, ohne Gründe dafür zu nennen. Erst Jahrzehnte später, als der Historiker Arthur, der mit Rosmarinkas Enkelin Valentina liiert ist, nachfragt, beginnt die alte Frau zu erzählen. Bild fügt sich an Bild und ein Zusammenhang nach dem anderen erschließt sich.

"Ziegelbrennen" ist eine weit ausgreifende Familiengeschichte, ein Chor aus vielen Stimmen, die scheinbar sprunghaft wechseln: zwischen der Zeit der faschistischen Ustascha-Diktatur in Kroatien während des Zweiten Weltkriegs, den Ereignissen der 1990er Jahre auf dem Balkan und der unmittelbaren Gegenwart, denn im Herbst 2015 zogen zehntausende von Syrern, Irakern, Afghanen durch den Osten Kroatiens. Dort, in jener Gegend, in der Rosmarinka aufgewachsen ist, beginnt und endet dieser große Roman, der siebzig Jahre mitteleuropäischer Geschichte umspannt.

 

502 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: 27. August 2018

 

 

 

 

 

Lesungstermine des Autors:

 

  • Mittwoch, 12. September 2018, 19:00 Uhr: Bundesinstitut für Erwachsenenbildung, St. Wolfgang (geschlossene Veranstaltung)

 

  • Samstag, 15. September 2018: Buchhändlerworkshop der ARGE Österreichische Privatverlage, Wien (geschlossene Veranstaltung)

 

  • Freitag, 21. September 2018: Literaturhaus Allgäu in Immenstadt (D)

 

  • Dienstag, 2. Oktober 2018: Literaturhaus Wien

 

  • Montag, 10. Dezember 2018: Literaturhaus Salzburg

 

  • Freitag, 21. Dezember 2018, 11:05 Uhr: Buchvorstellung "Ziegelbrennen" im Radio Ö1 "Radiogeschichten"

 

  • Donnerstag, 17. Jänner 2019: Stifterhaus Linz

 

  • Montag, 11. März 2019, 20.00 Uhr: Stadtbibliothek Rosenheim

 

  • April/Mai 2019: Literaturwoche Donau, Ulm (D)

 

 

 

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

 

"In vielen Klangfarben überzeugt dieser Roman der Vielstimmigkeit in realistischer Erzählweise mit Fantasieeinschüben, im Konkreten wie im Übertragenen." (Klaus Zeyringer, Der Standard, 16.10.2018)

 

 

 

"Christian Lorenz Müller hat einen großartigen Familienroman geschrieben, in den Welt- und Regionalgeschichte unprätentiös und leicht hineinfließen. Die Zeitebenen werden nicht chronologisch angeordnet, sondern nebeneinandergestellt. Jeder Generation ist ihr eigenes Medium zugeordnet. Während Rosmarinka erzählt, schreibt Anton seinem ‚Schwiegerfreund‘, wie er ihn nennt, lange Faxe. Arthur und Valentina verständigen sich über Skype. ‚Ziegelbrennen‘ ist ein farbenprächtiges Tableau, in dem die knisternden Unterröcke der Großmutter genauso zur Erinnerungslandschaft gehören wie die Akazien am Wegesrand."  (Cle, Die Presse, 14.10.2018)

 

 

 

"Christian Lorenz Müller erzählt so eindrücklich, so lebendig, er hält so raffiniert, teils witzig, teils erschreckend, jedenfalls aber eigentümliche Ereignisse fest, und er beschreibt seie Protagonisten so prägnant und einfühlsam, dass man mühelos zwischen Kroatien und Österreich wie zwischen Heute und den Vergangenheiten vor 50 oder 30 Jahren hin und her liest. Die Bauweise des Romans erinnert an die darin erwähnte Sonntagsfrisur donauschwäbischer Frauen in Sveti Ivan, die ihren Zopf schneckig aufstecken: Die Erzählstränge werden nach und nach verflochten und zu einem Panorama aufgebaut, wobei sich manches, zuerst scheinbarzufällig Erwähnte zueinanderfügt."  (Hedwig Kainberger, Salzburger Nachrichten, 1.09.2018)