Hartinger, Ludwig

Schatten säumen

ISBN: 978-3-7013-1259-7

Preis: € 19,- (E-Book: € 14,99)

 

"Wortlaut der Stille" lesen wir in diesen Gedichten, der Fortsetzung des "dichterischen Tagebuchs", das der Wortlandstreicher, seit Beginn des Jahrhunderts, gleichwo gleichwann mitschreibend, führt ...

Laut werden darin freilich keine Botschaften, Befindlichkeiten. Vielmehr folgen wir lesenderweise dem Anklang und Aufschein von Dingen, Gesten, Gesichtern – auch eines Ortes, der Gegend, Natur; von Ahnungen, Schmerz und "den gezeiten unserer nähe". Ein Nachsinnen von Geschautem, Gelebtem, Geträumtem geht auf in bildgestimmten, wortscharf gesäumten Sprachbildern, subtil wie verwegen ... "pantomimen des unsagbaren", ein verschwiegenes Kalendarium des Lichts, das den Dingen ihren Rand gibt und der Schatten, die deren Vielfalt zeigen, bergen. Da "kristalliert der ort", dort "wandert ein echo in dir" und "das herz ist ein nomade / folgt immer seinen spuren", wir entziffern "luftschrift der schwelle" – "momente sind es / fremdnah wie nahfremd / und immer leibeigen" ...

 

Mitgehend erschließt sich den Lesenden dieses Diariums ein geatmetes Itinerar des Unvorhersehbaren, das dem Wiedererkennen Dauer verleiht. "auf wellenkämmen schärfen / wir unsere wendungen" ...

 

 

111 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: 23. Februar 2018

 

 

 

 

Lesungstermine des Autors:

 

  • Samstag, 3. März 2018, 22:05 Uhr: Ludwig Hartingers dichterisches Tagebuch in der Sendung "Nachtbilder" im Radio Ö1

 

  • Freitag, 31. März 2018, 19:00 Uhr: Ludwig Hartinger im Interview in der ORF II-Sendung "Salzburg heute"

 

  • Freitag, 6. April 2018, 14:30 Uhr: Alte Schule von Bucheben - eine Lesung des Vereins der Freunde der Rauriser Literaturtage

 

  • Dienstag, 17. April 2018, 18:30 Uhr: Werkraumtheater Graz im Rahmen der Tagung zur literarischen Mehrsprachigkeit im österreichisch-slowenischen Kontext

 

  • Mittwoch, 18. April 2018, 19:00 Uhr: Österreichische Gesellschaft für Literatur im Rahmen des 5. Internationalen Wiener Lyrik-Festes "Poliversale 2018"

 

  • Donnerstag, 3. Mai 2018: StifterHaus, Linz

 

  • Mittwoch, 30. Mai 2018: Poesienacht im Literaturhaus Salzburg

 

  • Mittwoch, 14. November 2018: Anif.Kultur unter dem Motto "verZAUBERUNG durch POESIE"

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):


"Ein feiner Fund also, ein wirklicher Schatz. 'Unter dem farn / bargen sich / die ersten / buchstaben', mit diesen Zeilen beginnt Ludwig Hartinger seine feinen Texte aus dem 'dichterischen Tagebuch', wie er den neuesten Band, „'chatten säumen', lapidar untertitelt. Hartinger schreibt also Beobachtungen, kleine Bilder, aufmerksam und ruhig; er sinnt den Dingen und Vorfällen und Begebenheiten hinterher, das ist richtig, und gut so! Und es ist lyrisch und gekonnt dazu: 'erinner dich geritzt in / traumrinden lesen wir / dem wind aus seinem / verzweigten gekritzel' heißt es einma, und weiter wandern wir dem Autor hinterher in seinem Diarium. Die Empfehlung für leise Stunden." (Nils Jensen, BUCHKULTUR, 17.04.2018)

 

 

"Ludwig Hartinger ist ein Virtuose der deutschen, französischen und slowenischen Sprache - eine zentrale Figur der Salzburger Literaturszene." (Renate Lachinger, ORF TV "Salzburg heute", 31.03.2018)

Zum vollständigen Beitrag: salzburg.orf.at/news/stories/2904290/

 

 

"Hartinger konzentriert sich auf die Natur, aber auch auf Nachbilder aus Träumen oder Augenblicksstimmungen. Dabei bedient er sich einer mutigen Sprache und verbindet kontemplative Bilder mit poetischen Wortneuschöpfungen. Grammatiksprünge bringen eine schwebende Ebene in den Satzbau.

Hartingers Lyrik ist geprägt von einer geschärften synästhetischen Wahrnehmung und einem schrägen Blick auf die Welt. So findet er eine neue Sprache für das Alltägliche in der Natur, für das, was im Fluss der Zeit schlicht und unscheinbar erscheint, aber bestaunt werden kann, wenn man es betrachten lernt." (Maria Renhardt, DIE FURCHE, März 2018)

 

 

"Ein Autor, der Schritte wie Worte setzt und Verse wie Bilder." (Nikolaus Scholz, ORF Radio Ö1 "Nachtbilder", März 2018)