Schlembach, Mario

Nebel

ISBN: 978-3-7013-1257-3

Preis: € 20,- (E-Book: € 15,99)

 

 

"Nebel" wurde auf die SHORTLIST für den ALPHA LITERATURPREIS 2018 nominiert!

 

 

Für "Nebel" erhielt der Autor das Hans-Weigel-Literaturstipendium des Landes Niederösterreich und den Literaturpreis des Irseer Pegasus 2018!


"Vater verstorben. Beerdigung in drei Tagen."

 

Die Nachricht vom Tod seines Vaters führt einen jungen Mann zurück an den Ort seiner Herkunft. Ohne Mutter aufgewachsen, hat er viele Stunden am Friedhof verbracht und den Vater bei seiner Arbeit als Totengräber beobachtet. Jetzt schaufelt er ihm sein Grab und tritt seine Nachfolge an.

Als er nach dem Begräbnis des Vaters neben einer jungen Frau, die er nicht zu kennen glaubt, aufwacht, wird er immer tiefer in seine eigene Geschichte hineingezogen, die in der Dunkelheit des Vergangenen und scheinbar Vergessenen liegt. Welches schreckliche Ereignis hat ihn damals flüchten und alles Geschehene aus dem Erinnern verbannen lassen?

 

"Bei jedem Nachlassen der Spannung, in dem Moment, an dem sich die Erde von der Schaufel trennt, entsteht dieses seltsame Gefühl von Glück."


In einem mitreißenden Gedankenstrom wird die Geschichte eines jungen Totengräbers erzählt, dessen Welterleben vom Tod als undurchdringlichem Nebel verschleiert wird. So scheint es ihm unmöglich, sich bedenkenlos dem Leben entgegenzuwerfen. Der Leser begleitet ihn in jeder Passage seines Denkens und Arbeitens und taucht unmittelbar in den Sog des Erlebten ein. Vergangenes, Gegenwärtiges und Traumgeschehen lösen sich zu einem einzigen Akt des Erinnerns auf, der die Geschichte zu überschreiben beginnt. Überwindet der junge Totengräber seinen ausschließlichen Blick zum Tod hin oder bleibt ihm das Leben unerreichbarer Sehnsuchtsort?

 

"Nebel" ist eine Parabel auf das Leben und die ihm eingeschriebene Trauer.

 

 

 

196 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: 23. Februar 2018

 

Leseprobe

 

 

 

Lesungstermine des Autors:

 

  • 5.-7. Jänner 2018: Irseer Pegasus (D)

 

  • Mittwoch, 17. Jänner 2018, 19:30 Uhr: Literarischer Club Zürich (CH)

 

  • 12.-25. Februar 2018: Arbeitsaufenthalt Berlin (D)

 

  • Samstag, 24. Februar 2018: Große Kiesau Lesenacht 2018, Lübeck (D)
  • Montag, 12. März 2018: Literaturhaus Salzburg
  • Donnerstag, 15. März 2018, 20:00 Uhr: Buchhandlung Riegler, Bruck an der Leitha
  • Freitag, 16. März 2018, 17:00 Uhr: Bestattungsinstitut Hoensch, Leipziger Buchmesse (D)
  • Samstag, 17. März 2018, 11:30 Uhr: Lesebühne der unabhängigen Verlage, Leipziger Buchmesse (D)
  • Sonntag, 18. März 2018, 13:00 Uhr: Gespräch und Lesung im Literadio auf der Leipziger Buchmesse (D)
  • Sonntag, 18. März 2018, 14:30 Uhr: Österreich-Kaffeehaus (Halle 4) auf der Leipziger Buchmesse (D)
  • Donnerstag, 22. März 2018, 19:00 Uhr: Österreichische Gesellschaft für Literatur, Wien
  • 22. bis 23. März 2018: Wortspiele-Festival 2018 im Porgy, Wien

 

  • April 2018: ORF III-Writer in Residence im G’sund & Natur Hotel "Die Wasnerin" im Ausseerland
  • 12. April 2018, 19:50 Uhr: Mario Schlembach als ORF III-Writer in Residence - Berichterstattung in der ORF III-Sendung "KulturHeute"
  • Sonntag, 22. April 2018: Lesung im Rahmen des „Literasee Wortfestivals“ in Bad Aussee

 

  • Mai 2018: Casa Litterarum, Paliano (IT) - Reisestipendium Österreichische Gesellschaft für Literatur

 

  • Montag, 11. Juni 2018, 19:30 Uhr: Café Museum Wien

 

  • Dienstag, 26. Juni 2018, 18:00 Uhr: Haus der Natur, Salzburg (Präsentation der Zeitschrift SALZ)

 

  • Freitag, 27. Juli 2018, 7:52 Uhr: "Leporello" im Radio Ö1

 

  • Sonntag, 19. August 2018, 14:00 Uhr: Schmankerlheuriger, Höflein (NÖ)

 

  • Samstag, 10. November 2018, 16:00 Uhr: 8. NÖ Bibliotheken Award, Hainburg

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

"Mario Schlembach weiß wovon er schreibt. Und was er schreibt ist so eindringlich, dass man beim Lesen den Leichengeruch nicht mehr aus den Buchseiten wegbringt." (Gerhard Zeillinger, DER STANDARD, Mai 2018)

 

 

Mario Schlembach ganz persönlich im 5-minütigen Beitrag in der 3sat Kulturzeit vom 11.5. - ein Interview über "Nebel", die Last der Geschichten, die der Autor in sich trägt, und das Graben in Erinnerungen; "eine Selbsterforschung, eine Häutung, die auch viele Konflikte, nicht zuletzt familiäre, offenlegt": www.3sat.de/mediathek/

 

 

"Berührend macht Schlembach sichtbar, wie unterschiedlich Menschen mit Trauer umgehen. Auch die Liebesgeschichte, in schönen Worten geschildert, lässt man sich als Leser gern gefallen. Stark und tief ist 'Nebel' vor allem da, wo Schlembach sich auf die so nah erfahrbar gemachte Totengräberei und die Familiengeschichte seiner Hauptfigur konzentriert." (Angelika Grabher-Hollenstein, APA, April 2018)

 

 

Interview mit Christa Eder in der Radio Ö1-Sendung "Leporello" am 23.02.2018:

"Schlembach macht darin [in "Nebel"] den Beruf des Totengräbers literarisch fast hautnah erfahrbar. Der Autor beschreibt, wie sein Romanheld, ebenfalls Totengräber, aus jenem Zustand der Erschöpfung in einen anderen driftet - und eine Art von Glück erfährt.

An einem offenen Grab zu stehen, ist für den Autor eine Grenzerfahrung. Zum einen steht er, wie auch sein Protagonist im Buch, zwischen dem Dies- und Jenseits, zum andern kennt er schwere körperliche Arbeit und damit verbundene Euphorie. Sisyphos muss es ganz ähnlich ergangen sein, vermutet Schlembach."

 

 

"'Nebel' berichtet schnörkellos-beklemmend, dicht und autobiografisch geprägt vom Leben eines Totengräbers." (Martin Frei, Augsburger Allgemeine, Jänner 2018)