Riess, Erwin

Herr Groll und die Stromschnellen des Tiber

ISBN: 978-3-7013-1254-2

Preis: ca. € 22,- (E-Book: € 18,99)

 

ca. 300 Seiten, gebunden

 

„Unbeschreiblich und atemberaubend ist die Fülle von ökonomischen, historischen und kulturellen Fakten, von zeitgeschichtlichen und technischen Details, die Groll (…) zur Sprache bringt.“ (Kurt Neumann, Standard)

 

Herr Groll, der rollstuhlfahrende Detektiv aus der Wiener Vorstadt, ermittelt mit seinem Freund, dem „Dozenten“, in Rom. Markus, ein Zögling des Malteserordens, ist verschollen. Der Dozent hingegen will eine polnische Historikerin bei der Suche nach einer ominösen Koranausgabe aus der Frühzeit des Islam unterstützen.

In einem Weingut der Malteser findet Groll den väterlichen Freund des Novizen erdrosselt vor. Die Nachforschungen erweisen sich aufgrund der römischen Stadtgeografie und der antiken Straßenbeläge als schwierig. Dennoch gelingt es Groll mit Hilfe des Lebenskünstlers Ezechiel Heavensgate auf dem Aventin und in der Malteserzentrale Markus‘ Spur aufzunehmen. Dabei wird er in die Konflikte zwischen papsttreuen und papstfeindlichen Klerikern verstrickt. Auch die mafia capitale mischt mit.

Der Dozent hat eine leidenschaftliche Affäre mit der Historikerin. Die Anhängerin der spätantiken Religion des Mani fesselt ihn mit ihrem Wissen und ungewöhnlichen Sexualpraktiken. SS-Führer Himmler habe in einer NS-Ordensburg eine Koranausgabe aus der Zeit des Propheten gehortet, die von jüdischen Schriftgelehrten verfasst wurde. Das Original sei verschollen, aber in Rom sollen sich Kopien des Buches befinden. Während sich der Dozent in die Spätantike versetzt sieht, wird Groll vom Strudel der papstfeindlichen Verschwörung mitgerissen. Mister Giordano, Grolls New Yorker Freund mit sizilianischen Wurzeln, schaltet sich ein.

 


Erscheinungstermin: August 2017

 

 

 

 

Lesungstermine des Autors:


  • Mittwoch, 3. Mai 2017: ORF Radio Café Wien
  • Montag, 18. September 2017, 20:00 Uhr: Alte Schmiede, Wien
  • Montag, 9. Oktober 2017: Krimifest im BORG Wiener Neustadt
  • Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:00 Uhr: Kriminacht im Wiener Kaffeehaus im 48er Tandler
  • Donnerstag, 9. November 2017, 18:00 Uhr: Fachhochschule St. Gallen (CH)
  • Sonntag, 12. November 2017, 10:30 Uhr: BUCH WIEN, WASNERIN-Bühne (Halle D)
  • Samstag, 18. November 2017, 18:30 Uhr: ÖGB Fachbuchhandlung Wien
  • Dienstag, 21. November 2017, 19:00 Uhr: Buchhandlung Hacek, Klagenfurt
  • Samstag, 25. November 2017, 20:00 Uhr: klagenfurter ensemble, Theaterhalle 11
  • Mittwoch, 6. Dezember 2017, 15:00 Uhr: Pädagogische Hochschule Linz
  • Donnerstag, 7. Dezember 2017, 19:00 Uhr: Verein LIBIB - KPÖ OÖ, Linz
  • Dienstag, 12. Dezember 2017, 20:00 Uhr: Binder Heuriger "Zum alten Haus", Wien
  • Donnerstag, 14. Dezember 2017, 18:00 Uhr: Wiener Assistenzgenossenschaft

 

  • Samstag, 3. Februar 2018, 17:00 Uhr: Bibliothek Gleichgewicht, Drösing
  • Freitag, 23. Februar 2018, 19:30 Uhr: VHS Hietzing
  • Dienstag, 10. April 2018:SEBUS-Schulungseinrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen, Wien
  • Freitag, 20. April 2018: Mediathek der Bibliothek Maria Anzbach

 

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

"Dan Brown wird bei Groll noch in die Lehre gehen müssen." (Reinhold Reiterer, Kleine Zeitung)

 

 

"Viel Action in diesem Buch, aber das ist bei Riess ja nichts Neues. Überraschungen gibt es dennoch: So lässt der Autor seinen Helden erstmals zwischen Selbstironie und -zweifel schwanken: 'Ich wunderte mich nicht über meine Mieselsucht. Dass ich in meiner Person Zusammenrottungen von zum Himmel schreienden Fehlern, verbohrtesten Annahmen und somnambulen Schlussfolgerungen vereine, war nicht zu leugnen.' Aber nur kurz richtet er seinen sarkastischen Witz gegen sich selbst. Gibt es für diesen doch weit lohnendere Ziele. Heute würde ein – leicht cholerischer – Charakter wie Groll wohl sagen: 'Jetzt verstehe ich, warum die Schwarzen das Dollfuß-Bild aus dem ÖVP-Parlamentsklub so sang- und klanglos nach St. Pölten expediert haben: Sie brauchen den Platz wohl für den Nächsten, der sich unserer Bundesverfassung mit Axt und Säge nähert.'

Zum Ausgleich für die manchmal auftauchende Bärbeißigkeit seines Helden belohnt Erwin Riess die Leserschaft mit der dezenten Beschreibung einer Sexszene in nautischem Vokabular. Nach diesem Trip zu 'navigare necesse est' kann man sich endlich trösten: Roma locuta, causa finita!" (Erich Demmer, Die Presse)

 

 

"Sein bester Roman." (Peter Pisa, Kurier)

 

 

"Was Riess an historischen Hintergründen und kulturellen Verbindungen zur Sprache bringt, fasziniert. Mit diesen Details behübscht er keineswegs bloß die Haupterzählstränge , sondern bettet den Plot profund ein und erfreut mit feinziseliertem, zuweilen ironisch eingesetztem Randwissen, etwa jenem über die Binnenschifffahrt.

Riess gelang jedenfalls erneut ein Roman voller Überraschungen, Witz, politischem Engagement und Zeitkritik." (Klaus Buttinger, Oberösterreichische Nachrichten)