Reichart, Elisabeth

Frühstück bei Fortuna

ISBN: 978-3-7013-1247-4

Preis: ca. 19,- (E-Book: ca. 15,99)

"Schattenhafte stumme Gewalt mit der Sprache, mit den Farben oder dem Licht durchdringen, um freier und leichter werden zu können - ein durchgängiger Impuls von Reicharts Schreiben." (Hans Höller, Der Standard)

 

Zuerst spalteten wir Atome, jetzt spalten wir Atome und Zellen – die anerkannte Stammzellenforscherin will bei diesem Spaltungswahn nicht länger mitmachen. Sie versucht lieber, missglückte Zellveränderungen ihrer Kollegen rückgängig zu machen, um den Preis des Verschwindens aus der wissenschaftlichen Community.

Am Anfang hat Erik das Wort, verunsichert in seiner Liebe zu ihr. Er spürt, dass sie die Zellen mindestens so liebt wie ihn und vielleicht sogar Leo, über den sie nie spricht. Wie mit einem Toten konkurrieren, wie mit Zellen?

Sie liebt auch den Wienerwald. Die Lichtspiele, die Vielfalt der Farben, die Zartheit der wilden Blumen. Doch mitten im Märchenwald: Pilze. Schwarze Riesenpilze, am Wegrand aufgereiht wie Wachsoldaten. Die wissenschaftliche Neugier hat ihren Preis. Der ausgelöste Strahlenalarm im Institut lässt Fassaden bröckeln, Beziehungsgerüste zusammenbrechen und ermöglicht neue Sehnsüchte.

Liebe in ihrer Vielschichtigkeit, Hass und Angst, eine Natur, die nicht vergisst, Wissenschaft an der Grenze zur Legalität inmitten unserer Gegenwart: alles erfahrbar durch Figuren, die auf ihren Eigenartigkeiten bestehen. Faszinierend und irritierend ermöglichen sie eine andere Neugier auf uns selbst.

 

 

220 Seiten

 

Erscheinungstermin: 3. Oktober 2016!