Peschka, Karin

FanniPold

ISBN: 978-3-7013-1244-3

Preis: ca. € 21,- (E-Book: € 17,99)

Elias-Canetti-Stipendium 2015 und 2016

 

 

Wer sich hoch aufschwingt, läuft Gefahr, tief zu fallen, und wer sich schon im ersten Satz hoch aufschwingt, – mit einem Raben, der sich gegen den Wind stemmt, also buchstäblich und metaphorisch – hat ein paar hundert Seiten lang Gelegenheit zum Absturz. Was man befürchtet, passiert glücklicherweise nicht. Im Gegenteil. (Paulus Hochgatterer, Laudatio ALPHA-Literaturpreis 2015 für ihr Debüt Watschenmann)

 

 

Das Poldi-Erbrochene ist im Moment das kleinste Problem. Fanni krallt sich an den Stamm, man weiß nicht, wie stark der Schirm sich verkeilt hat. Oder ob der Stoff reißt. Ist der reißfest, der Stoff?


Jeden Mittwoch Frauenstammtisch, Blattsalat mit Zanderstreifen in Cornflakespanier, Grappa auf's Haus. Die Pizzeria zwischen Fleischhacker und Bestatter. Links ein tönernes Schwein im Schaufenster, Rauchwurst und Salami, ein Plastikschinken auf einem Teller mit karierten Servietten. Rechts der beleuchtete Kasten mit den Partezetteln, Seidenblumen, eine goldene Urne auf einem weißen Sockel. Im Ort wächst der Leerstand, verstauben die Auslagen. Wiederholen sich ewig gleiche Routinen bis an den Rand des Ertragbaren.

 

„Ich habe Krebs“, lügt Fanni. „Hat schon gestreut.“

 

Harzduft. Grüner Nadelduft. Ein abgebrochener Ast, ein Stummel, so lang wie eine Hand breit, knapp vor Fannis Brust. Tupft sie an.


Die Lüge führt zu weiteren Lügen, zu Wahrheiten und zum tatsächlichen Absturz: Ein Tandemflug endet in einem Tannenwipfel, Poldi und Fanni müssen auf Hilfe warten. Absurd, findet Fanni. Aber auch nicht absurder als ihr bisheriges Leben.

 

„Brangelina, verstehst?“ „Was?“ Poldi entlastet vorsichtig den linken Fuß, nur eine Spur, um die Zehen zu bewegen. „Angelina Jolie und Brad Pitt. Wären wir berühmt, weißt, wie wir heißen würden?“ „Wie?“ Poldi spürt Fannis Herz pochen unter seiner Hand. „FanniPold“, sagt sie.

 

 

 

309 Seiten, gebunden

 

Erscheinungstermin: 12. September 2016!

 

 

 

 

LESEPROBE ALS PDF

 

 

 

 

Lesungstermine:

 

  • Montag, 30. Mai 2016, 19:00 Uhr: Buchhandlung Haymon, Innsbruck  
  • Donnerstag, 02. Juni 2016, 19:30 Uhr: Wissensturm Linz
  • Donnerstag, 22. September 2016, 19:30 Uhr: StifterHaus, Linz (gemeinsam mit Leopold Federmair)
  • Samstag, 1. Oktober 2016: 20 Minuten "FanniPold" in der Literatursendung "Premiere" im ORF Radio OÖ
  • Montag, 10. Oktober 2016, 19:00 Uhr: Alte Schmiede, Wien
  • Mittwoch, 12. Oktober 2016, 19:00 Uhr: Kleine KellerGalerie Eferding
  • Samstag, 12. November 2016, 11:30 Uhr: Literaturcafé, BUCH WIEN
  • Montag, 14. November 2016, 19:30 Uhr: Café Museum Wien
  • Montag, 28. November 2016: Literaturhaus Salzburg (gemeinsam mit Elisabeth Reichart)

 

  • Dienstag, 31. Jänner 2017, 19:00 Uhr: Literaturhaus am Inn
  • Mittwoch, 1. Februar 2017, 19:00 Uhr: Literatur im MUSA - Museum Startgalerie Artothek Wien
  • Samstag, 25. Februar 2017, 19:00 Uhr: Schlossgärtnerei Wartholz, Bad Reichenau a. d. Rax
  • Montag, 27. Februar 2017, 19:00 Uhr: Literaturhaus Graz
  • Sonntag, 19. März 2017, 11:00 Uhr: 6. Liesmatinée im Café de la Place, Luxemburg
  • Samstag, 25. März 2017, 15:30 Uhr: Österreich Kaffeehaus auf der Leipziger Buchmesse
  • Samstag, 25. März 2017, 18:30 Uhr: Café Puschkin im Rahmen von "Leipzig liest"
  • Sonntag, 26. März 2017, 11:00 Uhr: FORUM LITERATUR auf der Leipziger Buchmesse
  • Sonntag, 26. März 2017, 15:00 Uhr: Literadio auf der Leipziger Buchmesse
  • Donnerstag, 27. April 2017, 20:00 Uhr: Offenes Kulturhaus Vöcklabruck (OKH)
  • Freitag, 28. April 2017, 19:30 Uhr: Öffentliche Bibliothek der Pfarre Aschach an der Donau

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

"Ganz unprätentiös und mit großer Präzision erzählt Peschka, deren Debütroman 'Watschenmann' zu den größten Aha-Erlebnissen der jüngeren österreichischen Literaturgeschichte zählte, von großen und kleinen Tragödien, von Selbstbehauptungsversuchen, Sonntagabenddepressionen und ungeheizten Schlafzimmern. Kurzum: 'FanniPold' ist der Beweis, dass gute Literatur nicht notgedrungen spektakulär sein muss." (Joachim Leitner, Tiroler Tageszeitung, 27.01.2017)

 

 

"Exzellent erzählt." (Heinz Sichrovsky, erlesen-ORF III, 8.11.2016)

 

 

"Karin Peschka ist der wohl unwahrscheinlichste Shooting-Star, den die österreichische Literatur derzeit aufzuweisen hat." (Klaus Nüchtern, Beste Seiten - Die Beilage zur Buch Wien 2016)

 

 

FanniPold - Lieblingsbuch der NEWS-Redakteurin Catharina Heindl -, ein Buch, das man gelesen haben sollte:

"Peschka legt in einer schnellen, unaufgeregten Operation die Verletzlichkeit ihrer Protagonisten frei. Dabei hört sie laut Musik, reißt Witze und seziert ihnen den letzten Sarkasmus aus der Seele. Ziemlich Rock’n’Roll. Letzten Endes kann man gar nicht mehr anders, als ihre zuwideren Helden gern haben." (Catharina Heindl, NEWS, 5.11.2016)

 

 

"Fanni schwert aus, benimmt sich jenseits von dem, was akzeptiert, also Gut oder Böse ist. In ihr aktiviert sich jener blinde Fleck, an dem ungenutzte Talente schlummern und das ungelebte Leben danach drängt, gelebt zu werden. Fanni lässt die Unvernunft zuschlagen." (Anna Katharina Lagger, FM4, 3.11.2016)

 

 

"Karin Peschka ist die vielleicht aufregendste, ganz sicher aber unwahrscheinlichste und effektivste literarische Newcomerin der letzten Jahre. Mit ihrem soeben erschienenen zweiten Roman FanniPold bestätigt Karin Peschka ihren Ruf als beste Spätstarterin der heimischen Literatur." (Klaus Nüchtern, FALTER, 2.11.2016)

 


"Grandios erzähltes gekonnt komponiertes Buch ... Mit 'FanniPold' hat sich Karin Peschka in die erste Reihe der heimischen Gegenwartsliteratur geschrieben. Künftig wird sie nicht mehr zu übersehen sein." (Wolfgang Huber-Lang, APA, 19.10.2016)

 

 

 

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