Peschka, Karin

Autolyse Wien

ISBN: 978-3-7013-1253-5

Preis: € 19,- (E-Book: € 15,99)

180 Seiten, gebunden


„Karin Peschka ist die vielleicht aufregendste, ganz sicher aber unwahrscheinlichste und effektivste literarische Newcomerin der letzten Jahre.“ (Klaus Nüchtern, FALTER)

 

 

 

Wien? Verloren. Wodurch und warum, ist einerlei. Nicht die Katastrophe an sich ist von Interesse, nicht die Ursachen, die dazu führten, dass Wien zur Ruine geworden ist, zur in sich verschobenen, versetzten Stadt. Der Fokus dieser kurzen bis längeren Erzählungen liegt auf dem, was sich zwischen den Trümmern noch regt. Direkt nach jener Nacht, aber auch Tage, Wochen und Monate später.
Wie geht es denen, die nicht umgekommen sind, wie überleben sie? Die Stimmungen und Momentaufnahmen erzählen von Misstrauen, Angst und Fatalität, aber auch von Hoffnung, Erinnerung, von einer Neuausrichtung. Die vieles bedeuten kann, eben auch die Hinwendung zum Sterben. Was macht die Umkehrung aus uns, wenn das Kaputte die Norm wird und das Ganze zur Ausnahme? Wenn die Bilder, die man aus alten Wochenschaufilmen oder aktueller Kriegsberichterstattung kennt, zur eigenen Heimat werden?

 

Einmal nur. Stand er zögernd geschlagene zwei Stunden still. Wütete es in ihm, das Für, das Wider, das innere Abwägen, ob er das Ding in der Hand hineinschleudern sollte in dieses einzig heil gebliebene Schaufenster, sah gar nicht, was dahinter lag, sah nur das Ganze, die Fläche und den Spiegel, und davor liegend unzählige Gegenstände, die man hätte hineinschleudern können. Die von anderen fallengelassen worden waren, um dieses letzte Heile zu verschonen.

 

 

Erscheinungstermin: 21. August 2017


 

 

 

LESEPROBE

 

 

 

 

Lesungstermine der Autorin:

 

  • Donnerstag, 27. Juli 2017, 20:45 Uhr: O-Töne Museumsquartier Wien
  • Donnerstag, 7. September 2017, 19:00 Uhr: Österreichische Gesellschaft für Literatur, Wien
  • Samstag, 16. September 2017, 16:45 Uhr: Kleines Landhaus Saanen im Rahmen des Literarischen Herbstes in Gstaadt (CH)
  • Dienstag, 26. September 2017, 19:30 Uhr: Stifterhaus Linz
  • Samstag, 7. Oktober 2017: Bibliotheksfachtagung im Bildungshaus St. Magdalena, Linz
  • 22.-29. Oktober 2017: Buchmesse Belgrad
  • Samstag, 11. November 2017, 11:30 Uhr: BUCH WIEN, Literaturcafé
  • Samstag, 11. November 2017, 14:00 Uhr: BUCH WIEN Gesprächsrunde mit Heinz Sichrovsky
  • Samstag, 11. November 2017: KUBA Eferding
  • Freitag, 24. November 2017: Kritische Literaturtage Salzburg
  • November 2017: Freistädter Literaturtage

 

  • 19.-25. März 2018: Lesereise Tschechien
  • Dienstag, 15. Mai 2018: Österreichisches Kulturforum Berlin

 

 

 

 

Pressestimmen (Auswahl):

 

"'Autolyse Wien': ein starkes Stück Prosa, das zurecht die Longlist des Österreichischen Buchpreises ziert." (Günter Kaindlstorfer, Radio Ö1- "ex libris", 10.09.2017)

 

 

Zudem enthält sich der Text, während er durch eine dezente, aber wirkungsvolle Bildersprache hervortritt, jeglichen Kommentars. So, wie zwischen den Menschen Friedhofsruhe eingekehrt ist, gibt es auch keine Erzählstimme, die für uns das Geschehen einordnet. Auch einen Kommentator auf Figurenebene sucht man vergebens, und wenn es doch eine kleine Reminiszenz an diese Rolle geben sollte, dann in einer vielsagend verzerrten Form: in einem entlaufenen Irren, der in den verwüsteten Straßen tobt. Hier gibt es nichts zu kommentieren. Zwischen den Menschen herrscht zu viel Distanz, als dass etwa zum Thema Moral noch viel zu sagen wäre. Vom in dystopischen Entwürfen so oft erhobenen Zeigefinger ist hier keine Spur zu sehen. Das zerstörte Wien ist keine Warnung, keine Metapher für irgendetwas. Stattdessen – und zurecht – vertraut der Text der Wirkung seiner Trümmerlandschaft. Ein lakonisches, atmosphärisch starkes und sehr lesenswertes Buch. (Bernhard Oberreither, Album, 27.8.2017) - derstandard.at/2000063144844/Autolyse-Wien-Erzaehlung-vom-Ende-Stille-in-den-Truemmern-von

Karin Peschka über "Autolyse Wien" in der ZIB 9:00 (Montag, 28.08.2017) zum Nachschauen in der ORF TVTHEK

 

 

"Hier gibt es nichts zu kommentieren. Zwischen den Menschen herrscht zu viel Distanz, als dass etwa zum Thema Moral noch viel zu sagen wäre. Vom in dystopischen Entwürfen so oft erhobenen Zeigefinger ist hier keine Spur zu sehen. Das zerstörte Wien ist keine Warnung, keine Metapher für irgendetwas. Stattdessen – und zurecht – vertraut der Text der Wirkung seiner Trümmerlandschaft. Ein lakonisches, atmosphärisch starkes und sehr lesenswertes Buch." (Bernhard Oberreither, Der Standard - Album, 27.8.2017)

 

 

"Peschka zeigt in 'Autolyse Wien' durchaus Sympathie für ihre Figuren. Sie macht sich nur keine Illusionen. Und erzeugt ganz ohne Gewaltexzesse und Thrillerelemente eine Bedrücktheit, die man schwer abschütteln kann." (Wolfgang Huber-Lang, APA, 18.08.2017)

 

 

Karin Peschka im Gespräch mit Judith Hoffmann im Radio Ö1 "Morgenjournal" (18.8.2017)

 

hen herrscht zu viel Distanz, als dass etwa zum Thema Moral noch viel zu sagen wäre. Vom in dystopischen Entwürfen so oft erhobenen Zeigefinger ist hier keine Spur zu sehen. Das zerstörte Wien ist keine Warnung, keine Metapher für irgendetwas. Stattdessen – und zurecht – vertraut der Text der Wirkung seiner Trümmerlandschaft. Ein lakonisches, atmosphärisch starkes und sehr lesenswertes Buch. (Bernhard Oberreither, Album, 27.8.2017) - derstandard.at/2000063144844/Autolyse-Wien-Erzaehlung-vom-Ende-Stille-in-den-Truemmern-von